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Kreditgeschäft: Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse erst ab 750 000 Euro

Die Regeln für die Vergabe von Krediten werden gelockert. Bereits zum April sollen Banken erst ab ...

Die Regeln für die Vergabe von Krediten werden gelockert. Bereits zum April sollen Banken erst ab einem Kreditbetrag von 750 000 Euro verpflichtet sein, vom Kreditnehmer die Offenlegung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse zu verlangen. Bislang galt in § 18 des Kreditwesengesetzes (KWG) eine Schwelle von 250 000 Euro. Das kündigte das Bundesfinanzministerium nach einer Meldung des Handelsblatts an.
Mit diesem Vorhaben reagiert die Bundesregierung auf Kritik des Kreditgewerbes in Süddeutschland über ungleiche Wettbewerbsbedingungen. Banken und Sparkassen in Bayern und Baden-Württemberg hatten sich darüber beschwert, dass österreichische Institute ihnen zunehmend mittelständische Kunden abspenstig machten. Denn österreichische Banken verlangen erst ab einem Kredit in Höhe von 750 000 Euro eine Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse.
In einem internen Schreiben des Bundesfinanzministeriums gab es jedoch auch Bedenken gegen eine Anhebung der Offenlegungsschwelle. Es dürfe nicht ein "Wettbewerb um die laxere Offenlegungspraxis" innerhalb Deutschlands sowie zwischen deutschen und ausländischen Instituten kommen, hieß es dort. Das würde auf lange Sicht zur Kumulation von Risiken führen, die sicherlich nicht im Interesse der deutschen Kreditwirtschaft lägen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 21.02.2005

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