Neue Studie
Bei den Briten funktioniert der Mindestlohn

In Deutschland ist die Ausweitung des Mindestlohns heftig umstritten. In Großbritannien gibt es den flächendeckenden Mindestlohn schon lang, die Erfahrungen sind positiv. Allerdings unter anderen Bedingungen.
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DüsseldorfDie Diskussion über einen flächendeckenden Mindestlohn spaltet die Bundesregierung. Die CDU berät gerade auf ihrem Bundesparteitag, ob und in welcher Form sie ihn einführen will; die FDP hat sich auf ihrem Parteitag am Wochenende klar dagegen ausgesprochen. Der Mindestlohn stößt in Deutschland immer auf die gleichen Reflexe: Die einen befürworten ihn als Mittel gegen Lohndumping, die anderen lehnen ihn kategorisch als Arbeitsplatzvernichter ab.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt bezeichnet den Vorstoß der Christdemokraten als „außerordentlich bedenklich“. FDP-Generalsekretär Christian Lindner behauptete vor kurzem bei ARD-Talkerin Anne Will, dass 200.000 Arbeitsplätze in Gefahr seien, wenn der Mindestlohn komme.

Woher die Kritiker solche Gewissheiten nehmen, bleibt schleierhaft, denn akribische wissenschaftliche Untersuchungen aus Ländern mit langer Mindestlohn-Erfahrung zeichnen ein anderes Bild. Eine aufwendige Studie dreier Ökonomen des Royal Holloway College der University of London hat etwa die Auswirkungen der festen Lohnuntergrenze in Großbritannien über einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. „Der Mindestlohn hat über die gesamte Periode hinweg einen neutralen Beschäftigungseffekt“, resümieren die Forscher.

Die Studie bestätigt das Ergebnis einer Mammut-Untersuchung mehrerer Arbeitsmarktforscher der US-Eliteuniversität Berkeley. Sie hatten die gesamten USA in kleine, lokale Arbeitsmärkte unterteilt und konnten so die Beschäftigungseffekte in Regionen mit unterschiedlicher Wirtschaftskraft und verschieden hohen Mindestlöhnen untersuchen. Die Amerikaner stießen dabei auf keine negativen Job-Effekte.

Die Studie der Londoner Forscher, die kürzlich im Oxford Bulletin of Economics and Statistics erschienen ist, lehnt sich methodisch an die richtungweisende US-Untersuchung an. Auch Peter Dolton, Chiara Rosazza-Bondibene und Jonathan Wadsworth unterteilten ihr Untersuchungsgebiet, die britischen Inseln, in Hunderte geografische Untereinheiten. Mehrmals variierten sie die Größe der Regionen, um sicherzugehen, dass ihre Ergebnisse nicht durch regionale Besonderheiten verfälscht werden.

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Kein negativer Beschäftigungseffekt

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  • es mag schon richtig sein, dass der Mindestlohn keine negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat, ich habe aber hier in England Personen getroffen, die unterhalb des Mindestlohnes arbeiten. Aus Furcht vor Verlust der Beschäftigungsmöglichkeit dies aber hinnehmen. Das wurde wohl bei den Studien nicht untersucht

  • Lindner hat das Buch gelesen, wie verlieren wir die nächste Wahl. Da kann man doch nicht sagen, der sein nicht belesen.
    Warum brauchen wir einen Mindestlohn? Ganz einfach schon deshalb, weil sich die Unternehmer welche ihre AN mit Hungerlöhnen abspeisen und zum aufstocken zum Sozialamt schicken einen ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteil auf Kosten der Allgemeinheit verschaffen.
    Wenn ein Unternehmer behauptet, er könne aufgrund der Wettbewerbssituation keinen höheren Lohn zahlen weil er dann Pleite ginge, dann stimmt an seinem Geschäftsmodel etwas nicht. Und was ist wenn der seinen Betrieb zumachen muss? Die Arbeit muss gemacht werden. Die machen dann andere mit und stellen die AN ein welche der pleite gegangene hinterlassen hat.
    Ich bin für einen fairen Wettbewerb und daher bin ich auch zwangsläufig für einen Mindestlohn.

  • Wollen wir hoffen das nicht jeder bekloppte Manager ein Raumschiff als Prestige,haben will.

    Es gibt eine Markt und es gibt Angebot und Nachfrage,diese selbsttragende Marktwirtschaft wurde durch Millionäre- Politik des Staates,Harz VI Maßnahmen... unterbrochen.

    Kein Millionär und Manager hat seine Millionen mit eigene Hände verdient.

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