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NUI-Regionenranking

Seit 2004 präsentiert das IfM Bonn jährlich das sog. NUI-Regionenranking. Gemessen wird die ...

Seit 2004 präsentiert das IfM Bonn jährlich das sog. NUI-Regionenranking. Gemessen wird die Intensität der Neuen Unternehmerischen Initiative (NUI) mit Hilfe eines Indikators, der die Zahl der Existenz- und Betriebsgründungen sowie Zuzüge von Gewerbebetrieben eines Jahres ins Verhältnis setzt zur erwerbsfähigen Bevölkerung der Vorjahres. Der Indikator gibt an, wie viele Gewerbe pro 10 000 Einwohner im erwerbsfähigen Alter in einer Region in einem Jahr neu angemeldet wurden. Verfügbar sind die NUI-Regionenrankings für die Jahre 1998 bis 2003. Damit ist es möglich, die mittel- bis langfristige Entwicklung der unternehmerischen Initiative und des Klimas für Selbstständigkeit regional differenziert darzustellen.
Die Gründungsaktivitäten des Jahres 2003 waren geprägt durch die massive Zunahme von Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit. Allein das neue Förderinstrument Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) motivierte 2003 knapp 93 000 Personen zum Wechsel in die Selbstständigkeit. Infolgedessen erhöhte sich der NUI-Indikator von 132,0 (2002) auf 149,3. Damit wird nach einem fünfjährigen kontinuierlichen Rückgang erstmals wieder der NUI-Wert des Jahres 1998 (150,0) angenähert.
Die neuen Spitzenreiter im NUI-Regionenranking sind überwiegend die alten. In der Spitzengruppe, zu der die 5% der Kreise und kreisfreien Städte mit den höchsten NUI-Werten gezählt werden, waren drei Viertel bereits 2002 vertreten. Diese Spitzengruppe setzt sich zusammen aus 13 Kreisen und kreisfreien Städten aus Bayern (allen voran der Landkreis Miesbach mit einem NUI-Wert von 242,8), vier aus Hessen, drei aus Schleswig-Holstein und je einem Kreis bzw. einer kreisfreien Stadt aus Baden-Württemberg und Niedersachsen. Die Schlusslichter im NUI-Regionenranking (5% der Kreise und kreisfreien Städte mit den niedrigsten NUI-Werten) sind nicht mehr ausschließlich in den neuen Bundesländern und Niedersachsen gelegen. Auch zwei bayerische Kreise und eine nordrhein-westfälische Stadt befinden sich in der Schlussgruppe.
Die höchsten Rangzugewinne gegenüber dem Vorjahr verbuchte der Landkreis Lüchow-Dannenberg, der sich von Rang 246 auf Rang 38 verbesserte, gefolgt vom Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, dem Mittleren Erzgebirgskreis, dem Hochsauerlandkreis und dem Landkreis Northeim. Auch im langfristigen Vergleich (ggü. 1998) konnte sich der Landkreis Lüchow-Dannenberg, gefolgt von der Stadt Oldenburg, den Landkreisen Hof und Osterholz und der Stadt Dortmund am weitesten nach vorne schieben.
In Nordrhein-Westfalen haben sich die Kreise und kreisfreien Städte im deutschlandweiten Regionenranking wieder leicht verbessern können. Der NUI-Indikator stieg im Landesdurchschnitt von 129,2 auf 147,0. Damit verringerte sich der Abstand zum Bundesdurchschnitt weiter. Der Kreis Viersen erreichte mit Rang 35 den höchsten NUI-Wert in NRW noch vor den Städten Köln (Rang 42) und Düsseldorf (Rang 49).

Quelle: FINANZ BETRIEB, 25.05.2005

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