Offshoring
Auslagern kostet keine Arbeitsplätze

Wenn Unternehmen Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, hat das unter dem Strich keine negativen Effekte für die Beschäftigung - zu diesem Ergebnis kommt ein dreiköpfiges Forscherteam um die deutsche Wirtschaftsweise Beatrice Weder di Mauro in einer jüngst veröffentlichten Studie. Wie sich das Offshoring auf die Gesamtbeschäftigung auswirkt.
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LONDON. Die Wissenschaftler untersuchten anhand detaillierter Daten aus einzelnen Firmen, wie sich das sogenannte Offshoring auf die Gesamtbeschäftigung auswirkt. Sie stellen fest: Firmen, die Offshoring betreiben, werden dadurch produktiver, erringen höhere Marktanteile im In- und Ausland und beschäftigen mehr Personal. Die Produktionstiefe der Firmen ändere sich nicht. Dies deute darauf hin, dass beim Offshoring in der Regel inländische durch ausländische Zulieferer ersetzt würden, es aber meist nicht zu einer Senkung der eigenen Produktion in Deutschland komme.

Zwar gingen bestimmte Arbeitsplätze in Deutschland verloren - dieses Phänomen werde aber überkompensiert, weil die Firmen aufgrund ihrer höheren Produktivität gleichzeitig auch neue Jobs schaffen, betonen die Wissenschaftler.

Das Forscherteam um die Mainzer Ökonomin Weder di Mauro stellte zudem fest, dass vor allem technologisch rückständige Firmen Offshoring mit einer Restrukturierung und Arbeitsplatzabbau in der Heimat verbinden. "Positive Beschäftigungseffekte des Offshorings dürften daher in wettbewerbsfähigen und innovativen Firmen größer sein", vermuten die Wissenschaftler.

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