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Studie: Sparkassen sehen Wirtschaftslage positiv und wollen Kreditvergabe ausbauen

Etwa die Hälfte der Sparkassen beurteilt die Wirtschaftsaussichten in Deutschland positiv. ...

Etwa die Hälfte der Sparkassen beurteilt die Wirtschaftsaussichten in Deutschland positiv. Gleichzeitig planen 76% der Vorstandsvorsitzenden der Geldinstitute mit einer gleich bleibenden Kreditvergabe, 18% gehen sogar von einer Steigerung aus. Auf die Herausforderungen im hart umkämpften Markt reagieren die Sparkassen mit strategischen Innovationen und fortwährenden Verbesserungen. Dies sind einige Ergebnisse der "Sparkassen-Studie 2005" der Kienbaum Managementberatung. Im Rahmen der Studie wurden ausschließlich Vorstandsvorsitzende von Sparkassen nach ihren Markteinschätzungen und konkreten Planungen befragt.
Mit ihrer Einschätzung zur Kreditvergabe setzen die Top-Manager der Sparkassen ein positives Signal für den Mittelstand. In diesem Zusammenhang werten sie auch die eingeführten Rating- und Risikosteuerungsinstrumente positiv. Ein Strukturwandel im Bankenmarkt wird jedoch aufgrund des starken Wettbewerbs und dem damit verbundenen erhöhten Druck erwartet. Über die Hälfte aller befragten Vorstandsvorsitzenden rechnen aus diesem Grund mit einer Konsolidierung des Markts durch weitere Fusionen und Übernahmen.
70% aller Befragten beurteilen die konzeptionelle bzw. strategische Weiterentwicklung der Sparkassen-Gesamtorganisation und Umsetzung von Themen als sehr wichtig. Obwohl die Vorstände hier federführend den DSGV und die Regionalverbände sehen, fordern auffallend viele Sparkassenvorsitzende diesbezüglich mehr Mitsprache- und Mitwirkungsrechte. Die Vorstandsvorsitzenden stellen sich selbstbewusst dem Wettbewerb, weisen aber sehr selbstkritisch auf eigene Verbesserungspotenziale und die Schwachstellen der gesamten Sparkassen-Finanzgruppe hin.
Wichtige Bausteine für die Weiterentwicklung und den Erfolg der Sparkassen-Finanzgruppe sind Veränderungen sowohl im Privat- als auch Firmenkundengeschäft. Optimierungsmöglichkeiten sehen die befragten Vorstandsvorsitzenden vor allem bei der Erschließung von Vertriebspotenzialen und der Neukundengewinnung als auch bei der Ausschöpfung von Cross-Selling-Potenzialen, z.B. im Bereich der betrieblichen Altersvorsorge, durch Versicherungen oder Fonds. Aus Sicht der Befragten liegen hier die wesentlichen Handlungsfelder ihres eigenen Instituts in naher Zukunft. "Die Sparkassenvorstände nehmen die Herausforderung des Markts an und setzen sich mit hohem Engagement für die Weiterentwicklung ihrer Organisation ein, fraglich ist aber, ob die angestrebten Maßnahmen ausreichen, um im Wettbewerb die bestehende Marktposition zu sichern und auszubauen", so Jörg Rühle, Bereichsleiter Financial Services der Managementberatung Kienbaum

Quelle: FINANZ BETRIEB, 23.06.2005

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