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Untersuchung: Finanzierungssituation bei Pensionsverpflichtungen

Während sich die Finanzierungssituation von Pensionsverpflichtungen in nahezu allen Regionen der ...

Während sich die Finanzierungssituation von Pensionsverpflichtungen in nahezu allen Regionen der Welt entspannt, haben die Unternehmen in der Euro-Zone weiterhin Probleme, ihre Pensionen zu finanzieren. So lautet das Ergebnis der vierteljährlich erscheinenden Benchmarkanalyse "Global Capital Market Update" der Unternehmensberatung Towers Perrin, die den Einfluss der Entwicklungen an den Aktien- und Anleihemärkten auf die Kapitaldeckung von Pensionsplänen in den wichtigsten Wirtschaftsregionen untersucht. Demnach erreichte die Euro-Zone zum Jahresende den Tiefpunkt des Kapitaldeckungsniveaus von Pensionsverpflichtungen seit Beginn der Benchmarkanalyse im Januar 2001. So fiel im vierten Quartal 2004 die Kapitaldeckung in der Euro-Zone um weitere vier Prozentpunkte auf 54% des Deckungsniveaus (Australien 83%, Brasilien 124%, Kanada 76%, Japan 67%, Großbritannien 60%, USA 65%).
Ausschlaggebend für das schlechte Abschneiden der Euro-Zone sind vor allem die negativen Effekte weiter fallender Zinsen für festverzinslichte Wertpapiere (Bond Yields) am Anleihenmarkt auf bis zu 4,5%. Hinzu kommt, dass der starke Euro insbesondere den exportstarken europäischen Unternehmen eine Verbesserung der Situation bei den Pensionslasten erschwert. Dagegen profitierten die anderen Wirtschaftsregionen zum Jahresende von positiven Einflüssen wie fallenden Ölpreisen, der US-Präsidentenwahl und gestiegenen M & A-Aktivitäten Der Ertrag der ausgelagerten Pensionsvermögen konnte sich so deutlich verbessern.
Der von Towers Perrin ermittelte Finanzierungsstatus (PBO Funded Ratio) zeigt die prozentuale Über- bzw. Unterdeckung bei Pensionsverpflichtungen auf Basis des Anwartschaftsbarwerts unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen (Projected Benefit Obligation, PBO). Die Ergebnisse der Euro-Zone basieren auf den typischen Pensionsplänen in Belgien und den Niederlanden.
Global Capital Market Update untersucht vierteljährlich den Einfluss der Entwicklungen an den weltweiten Aktien- und Anleihemärkten auf die Kapitaldeckung von Defined Benefit-Pensionsplänen in den wichtigsten Wirtschaftsregionen. Dabei werden die Pensionsverpflichtungen auf Basis der international gültigen Bilanzierungsstandards (IFRS) geschätzt und mit regionalspezifischen Musterportfolios verglichen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 15.03.2005

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