US-Forscher
Erste Frau bekommt Wirtschaftsnobelpreis

Die amerikanischen Wissenschaftler Elinor Ostrom und Oliver E. Williamson teilen sich den diesjährigen Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Mit der Umweltökonomin Ostrom erhält nach mehr als 60 Männern die erste Frau die Auszeichnung.
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STOCKHOLM. Ostrom und Williamson werden ausgezeichnet „für ihre Analyse der ökonomischen Organisation“, wie es in der Begründung der Nobelakademie heißt. Beide Wissenschaftler haben sich mit der sogenannten Transaktionskosten-Ökonomie beschäftigt und untersucht, wie sich die meisten Formen sozialer Organisation auf die Ökonomie auswirken können. Ostrom zählt zu den weltweit führenden Umweltökonomen. Die Wissenschaftlerin lehrt eigentlich Politikwissenschaft an der Indiana University in Bloomington. In der Begründung der Königlich-Schwedischen Wissenschaftsakademie hieß es, die 1933 geborene Ostrom habe gezeigt, „wie gemeinschaftliches Eigentum von Nutzerorganisationen erfolgreich verwaltet werden kann“. Über den ein Jahr älteren Williamson hieß es, er habe Modelle zur Konfliktlösung mit Hilfe von Unternehmensstrukturen entwickelt. Williamson ist Professor an der University of California in Berkeley. „In den vergangenen drei Jahrzehnten haben ihre Beiträge die Forschung über Wirtschaftsregime vom Rand in den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt“, begründete das Nobelpreis-Komitee seine Wahl.

Mit der Bekanntgabe des Wirtschaftspreises geht der diesjährige Nobelpreisreigen zu Ende. Die traditionellen Nobelpreise für Medizin, Chemie, Physik, Literatur und Frieden wurden bereits in der vergangenen Woche verkündet. Insgesamt erhielten dieses Jahr Jahr fünf Frauen den Preis – auch das ein Rekord.

Die US-Forscherin Ostrom zeigte sich über die Entscheidung im fernen Stockholm „noch völlig schockiert“, aber auch hocherfreut: „Es ist phantastisch“, sagte sie kurz nach der Bekanntgabe. „Ich habe eine phantastische akademische Karriere hinter mir, die eigentlich nicht mit einem Nobelpreis gekrönt werden musste“, so die 76-jährige. Ihre Forschungsergebnisse halte sie weiter für aktuell auch bei der Bewältigung der globalen Klimakrise.

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