Wahlforschung
Nicht links, nicht rechts, sondern sexy

Die Attraktivität von Politikern entscheidet oft über ihren Wahlerfolg – vor allem bei Politneulingen. Und: Konservative sehen im Schnitt besser aus als linke Politiker.
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DüsseldorfSpieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der schönste Politiker im Land? "Karl-Theodor, Karl-Theodor", hätte der Zauberspiegel wohl bis vor kurzem erwidert. Schließlich kürte die Boulevardpresse Karl-Theodor zu Guttenberg und seine Gattin Stephanie einst zum "schönsten Liebespaar der Politik". Jetzt, nach dem Abgang des feschen Barons, könnte Norbert Röttgen (CDU) Ansprüche auf den Titel anmelden. Schließlich sagt man dem Umweltminister Ähnlichkeiten zu Hollywood-Schönling George Clooney nach.

Alles nur Äußerlichkeiten, die in der Politik nichts zu bedeuten haben? Mitnichten. Eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Studien zeigt: Wer besser aussieht, bekommt bei Wahlen mehr Stimmen - und damit mehr Macht.

Ob in Österreich, den USA, Finnland oder Frankreich: Überall, wo Wissenschaftler die Attraktivität von Kandidaten mit ihrem Wahlerfolg verglichen, stießen sie auf diesen Zusammenhang. In Konstellationen, in denen zwei Kandidaten direkt um einen Posten konkurrieren, könne die Schönheit sogar über Sieg und Niederlage entscheiden, behaupten die Forscher.

Schon Mitte der 70er-Jahre fand ein Forscherduo der Universität Toronto heraus: Die schönsten Kandidaten erhielten bei kanadischen Parlamentswahlen beinahe dreimal so viele Stimmen wie die unattraktivsten Bewerber.

Beautybonus entscheidet Wahlen.

"Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters", betont Markus Klein, Professor für Politische Soziologie an der Universität Hannover. Er hat festgestellt: Egal in welchem Land, überall würden dieselben Menschen als schön angesehen. "Die sexuelle Anziehungskraft spielt dabei die entscheidende Rolle", sagt Klein. Jugendlich und "gebärfähig" erscheinende Frauen sowie stark und dominant wirkende Männer schnitten bei den Schönheitswahlen am besten ab.

In der Politik profitieren die Attraktiven, weil Wähler ein makelloses Äußeres mit Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit verbinden.

Hinzu kommt, dass attraktive Personen mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Hamburger FDP-Spitzenkandidatin Katja Suding, deren Partei im Februar der Einzug in die Bürgerschaft gelang, ist nach Meinung von Klein ein Beispiel für den Beautybonus.

Links zu den im Text zitierten Studien - hier.

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Kommentare zu " Wahlforschung: Nicht links, nicht rechts, sondern sexy"

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  • Röttgen soll Ähnlichkeit mit George Clooney haben?? Hört mal auf euch zu besaufen, bevor ihr solche Artikel schreibt. Die Sache mit der Schönheit, die bei Politikern für den Erfolg sorgt, ist dann wohl doch eher Zufall. Denken wir doch an Birne Kohl oder an den momentanen Klumpen mit der bei ihrer 1.Kanzlerinenn-Wahl vorhandenen ostzonalen Frisur. Also ehrlich, wenn Schönheit eine Rolle spielen sollte, dann dürfte doch wirklich keiner mehr wählen gehen.

  • Naja, eine gut aussehende und gepflegte Frau oder Mann bekommen eine ausgeschriebene Stelle auch eher als eine graue Maus.
    Aber nun gerade Röttgen ins Gespräch zu bringen?
    So gut sieht er a.) nicht aus und b.) sexuelle Anziehungskraft hätte der auf mich nun schon mal gar nicht. Den stelle ich mir doch eher langweilig vor, das ist ein Männlein aber kein Mann.
    Er hält sich für einen Schönling, ist aber viel zu arrogant um sympathisch zu wirken.

  • Na ja, der fette Fischer hatte ja auch einen Bonus, das schien aber wohl weniger an seiner äußeren Erscheinung zu liegen sondern eher an seinem Macho-Gehabe. Als Metzgerssohn wußte er eben seine Rindviecher zu nehmen.

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