Wirtschaftsweiser

"Rettungsschirm ESM nicht angemessen groß"

Der Ökonom Lars Feld hat den Rettungsschirm ESM als "nicht ausreichend glaubwürdig" bezeichnet. Sollte sich die Schuldenkrise verschlimmern reiche der Rettungsschirm nicht aus.
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Verschieden Euromünzen liegen in der Mitte der Fahne der Europäischen Union. Quelle: dapd

Verschieden Euromünzen liegen in der Mitte der Fahne der Europäischen Union.

(Foto: dapd)

Lars Feld, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat in einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestags am Montag in Berlin den Rettungsschirm ESM als nicht ausreichend bezeichnet. Sollte es zu einer Verschlimmerung der Schuldenkrise im Euroraum kommen, reiche die Feuerkraft des permanenten Rettungsschirms nicht aus, erklärte er. Er teile die Ansicht von Marktteilnehmern, dass der ESM nicht angemessen finanziert sei, sagte der Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg im Breisgau. Das Volumen des ESM sei nicht ausreichend glaubwürdig, sagte Feld.

  • Bloomberg
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11 Kommentare zu "Wirtschaftsweiser: "Rettungsschirm ESM nicht angemessen groß""

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  • Der Rettungsschirm wird alle Eurobürger Sklaven der Schulden machen. Es geht um eine antidemokratische Maßnahme, denn die ESM-Mitglieder strafbar sind, sie können handeln ganz frei. Die Regierungen abdanken von ihren Ausgaben in Namen der Finanz und die eigene Politik, und unser Schicksal, in der Händen der Banken stellen. Das ist ein Scham!!! Der ESM wird das Euro-Regiment führen! Wir haben schon unsere Geld-Souveränität verloren, so werden wir unsere Freiheit endgültig verlieren. In Italien gibt es eine Bewegung gegen die Zustimmung des ESM, es ist eine Protestbewegung von Bürger und Wirtschaftwissenschaftlers, ihren Sprachrohr ist die Wirtschaftwissenschaftlerin Lidia Undiemi. Sie werden sie auf dem Facebook finden. Gruss!

  • Auch dieser Weise betreibt das Geschäft der der Bankster, Plünderer und Spekulanten und bastelt lösungsvermeidend und -verweigernd an den von ihnen geschaffenen Symptomen herum.
    Entweder gehen die Banken pleite oder die Völker.
    Bei den Banken bewirkt es keinen Schaden.
    Die Kapitalbesitzer müssen dazu nur ihre Verluste als Nachzahlung bisher ersparter Steuern ansehen.
    Das wäre eine gerechte Regulierung.
    Sogar vom Markt ganz allein.
    Sowohl Entscheidung und Verantwortung als auch nicht-Entscheidung und nicht-Verantwortung wären jeweils exakt beieinander.

  • Die Diskussion der aufgeworfenen Rechtsfragen des ESM zeigt meiner Meinung nach wieder wie zutiefst rechtlich die Deutschen aufgrund ihrer Akkulturation denken. Sie bekommen jetzt ein zweites Versailler Diktat aufgezwungen und leiden wie 1919 unendlich darunter, daß sie dieses unterschreiben müssen, das ihnen und ihren Kindern vermutlich für Jahrzehnte ihren Wohlstand rauben wird.
    Zum ESM gibt es einen sehr guten Artikel von Peter Boehringer:

    http://www.goldseitenblog.com/peter_boehringer/index.php?blog=13&title=der-putsch-der-esm-eliten-soll-durch-pse&disp=single&more=1&c=1&tb=1&pb=1&show_past=1&show_future=1

  • Sie haben ja so recht, nur der Michel will es nicht wahrhaben.

  • Lasst doch den Lars in Frieden! Recht hat er, denn kein ESM ist groß genug, um die Heilkräfte des Marktes zu ersetzen. Kritisiert jene, die immer noch von der Schnapsidee beseelt sind, dass immer größere Mengen an nicht zuvor selbst erwirtschaftetem oder marktwidrig verbilligtem Geld die Bereitschaft zu kaufmännisch und volkswirtschaftlich vernüftigem Handeln entwickeln könnte.

  • Lars Feld, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat in einer Anhörung im Haushaltsausschuss des Bundestags am Montag in Berlin den Rettungsschirm ESM als nicht ausreichend bezeichnet. (Zitat)
    Da hat er Recht. Also schafft endlich dieses „Spielzeug“ ab. Das Griechenlandproblem hat doch bereits die ganze Schirmgeschichte ad absurdum geführt. Die veröffentlichten Forderungen von bestimmten Griechenland Parteien weisen nach der letzten Wahl darauf hin, dass sämtlich gegebene Kredite kurz und bündig zu stornieren seien – den Euro wolle man aber beibehalten. Das bedeutet nichts anderes, es soll ein Schnitt gemacht werden, um die nächsten Kredite auf der Basis eines Null Rollenspiel anfordern zu können. Wie dämlich sind eigentlich die Euro-Regierungen, die dieses bis ad Infinitum mitzumachen gedenken?

  • mei gott. wann hört endlich dieser wahnsinn auf. man kann nicht um jeden preis die banken retten. lasst endlich die faulen kreditheinis pleite gehen und kömmert euch um die belange des volkes.

  • Ja hat denn wirklich jemand gedacht,

    die Banken hätten irgendwann genug ?

  • Tja Herr Feld so ist das nunmal mit dem ständig anwachsenden Geldbedarf durch den Zinseszinseffekt. Und bitte tun sie doch nicht so scheinheilig als wüßten sie das nicht! Andernfalls wären Sie im Sachverständigenrat eine totale Fehlbesetzung! Man kann eben nicht immer weiter aufschulden. irgendwann endet dieses Schneeballsystem einmal!

  • Hollande sollte den FRANC wieder als Währung einführen in Frankreich und dann kann er mit Geld auf Pump Prassen, wie er will.

    Das wäre zugleich eine Erlösung für ganz Europa und der Startschuss zurück zu eigenen Währungen und eigenen Verantwortlichkeiten und Freiheiten der Länder in Europa.

    Hoffentlich steigt Frankreich als erstes aus dem EURO aus !

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