Wissenswert
Rezession macht Isländer arm, aber gesund

Wirtschaftliche Krisen haben eine positive Nebenwirkung auf die Gesundheit. Während der Rezession entwickelten die Isländer einen gesünderen Lebensstil, zeigt eine Studie. Das muss aber nicht in jedem Land funktionieren.
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KölnDas Jahr 2009 war wirtschaftlich eines der härtesten in der Geschichte Islands: Um fast sieben Prozent brach die Wirtschaftsleistung ein, und die Arbeitslosigkeit schoss nach oben. Der Bankensektor kollabierte und riss das ganze Land mit in die Tiefe. Doch der dramatische wirtschaftliche Abschwung hatte in dem Inselstaat einen erstaunlichen Nebeneffekt: Die Isländer entwickelten einen gesünderen Lebensstil.

Das zeigen fünf Ökonomen in einer neuen Studie. Die Forscher werteten die Ergebnisse einer landesweiten Befragung aus, bei der mehrere Tausend Isländer Auskunft über ihren Lebensstil gaben - von der Ernährung und der Arbeitsbelastung über ihre Freizeitgestaltung bis hin zum Drogenkonsum. Befragt wurden die Isländer zu zwei unterschiedlichen Zeitpunkten: Einmal 2007, als die Wirtschaft noch auf Hochtouren lief, und ein zweites Mal 2009, als die Rezession das Land bereits voll erfasst hatte.

Der Vergleich beider Befragungsrunden zeigt: Die Rezession hat die Lebensgewohnheiten der Isländer stark verändert. In der Krise tranken die Menschen weniger Alkohol als in Boomzeiten; auch der Zigarettenkonsum ging zurück. Zudem stellten die Menschen ihre Ernährung während der Konjunktur-Absturzes um: Es gab seltener Fast Food und gezuckerte Limonaden, dafür häufiger Fisch. Außerdem schliefen die Isländer öfter aus.

Dass sich die Krise auf die Schlafdauer auswirkte, lässt sich relativ einfach erklären: Wer seinen Job verliert, muss seltener morgens früh raus. Außerdem werden weniger Überstunden gemacht, wenn die Wirtschaft schrumpft. Die anderen Effekte sind aber durchaus überraschend. Schließlich könnte man meinen, gerade in harten Zeiten ertränken die Menschen ihre Sorgen im Alkohol.

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Konsumsteuer auf Rauschmittel

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  • ..korrekt.

  • Das funktioniert in Griechenland nicht, weil die Währung nicht abwerten kann. Die Griechen müssen erst raus aus dem Euro, bevor sie wieder eigene Fische fangen und gesund werden.

  • Inzwischen 2012 hat Island sich wirtschaftlich wieder völlig erholt! Dank Schuldenschnitt, Regierungswechsel, Verstaatlichung aller Banken und Festnahme aller kriminellen Banker der Krise 2008.

    Island lebt nicht nur gesünder, sondern jetzt auch wohlhabender!

    Genau das sollten wir in Europa auch machen - Schuldenschnitt und Schluss mit Vetternwirtschaft, Korruption und kriminellen Machenschaften.

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