Wuppertaler Makroökonom ausgezeichnet
Kondratieff-Preis für Paul Welfens

Der Wuppertaler Makroökonom Paul Welfens wird in diesem Jahr mit der Silbermedaille der Internationalen Kondratieff-Stiftung ausgezeichnet. Er ist damit der erste Deutsche, der den von der Russischen Akademie der Wissenschaften vergebenen Preis erhält.
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Welfens erhält die Auszeichnung "für hervorragende Forschungsleistungen in den Sozialwissenschaften". Die Preisverleihung findet am 14. November in Moskau statt. "Ich hoffe, dass der Preis Impuls für weitere Forschungskooperation zwischen Deutschland und Russland ist", sagte Welfens laut Pressemitteilung der Uni Wuppertal. Im laufenden Wintersemester ist er Gastprofessor am Pariser Institut d'études politiques de Paris (Sciences Po).

Der nach dem Wirtschaftsforscher Nikolai Kondratieff (1892-1938) benannten Wissenschaftspreis wird in diesem Jahr zum sechsten Mal vergeben. Kondratieff zog aus der Beobachtung von Zeitreihen wirtschaftlicher Indikatoren 1926 den Schluss, dass die Wirtschaftsentwicklung der Industriestaaten in etwa 50 Jahre dauernden langen Wellen erfolge. Der Kapitalismus sei deshalb nicht zum baldigen Untergang verurteilt, sondern könne sich in der Aufschwungphase eines solchen Zyklus regenerieren. Manche Ökonomen werten die Ausbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologie als sechsten europäischen Kondratieff-Zyklus.

Welfens ist Mitherausgeber der Zeitschrift „International Economics and Economic Policy“. Er leitet an der Uni Wuppertal das Europäische Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW), das zahlreiche Forschungsprojekte im Bereich Internationaler Wirtschaftsbeziehungen, Innovation, Wachstum und IT-Wirtschaft, Systemtransformation und EU-Integration bearbeitet. Zu den Auftraggeber gehörten nach eigenen Angaben unter anderem die EU, das Europäisches Parlament sowie die Bundes- und NRW-Landesregierung. Welfens neuestes Gutachten beschäftigt sich mit Innovations- bzw. Wachstumschancen des des Bergischen Städtedreiecks.

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