Düstere Subprime-Prognosen
Finanzkrise – war das alles erst das Vorspiel?

Nichts für schwache Nerven: In einem neuen Buch zur Subprime-Krise entwirft Yale-Ökonom Robert Shiller beängstigende Szenarien. Nur massive staatliche Hilfe könne das Schlimmste abwenden. Shillers Stimme hat Gewicht - bislang lag er mit seinen Prognosen mehrfach richtig.

Wenn Robert Shiller eine Prognose abgibt, dann lohnt es sich, genau hinzuhören. Im Frühjahr 2000 warnte der Yale-Ökonom in seinem längst berühmten Buch "Irrationaler Überschwang" früher als alle anderen vor einem blutigen Crash auf dem Aktienmarkt. Ab 2004 prophezeite er dann das Platzen der Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt - und lag wieder richtig.

Jetzt meldet sich Shiller erneut zu Wort, diesmal zu den Folgen der Finanzkrise - in seinem neuen Buch "The Subprime Solution", das dieser Tage erscheint.

Trotz des betont optimistischen Titels macht Shiller auf 208 Seiten seinem Ruf als Untergangsprophet alle Ehre. Denn seine Kernbotschaft ist: Die Gefahren der Subprime-Krise sind monströs - und werden von Politik und Öffentlichkeit unterschätzt.

Zentrale Ursache der Krise sei der Kollaps der US-Immobilienmärkte. Dort drohten aber noch weitere massive Wertverluste, die einen Schaden anrichten könnten, der das bisher Erlebte in den Schatten stellen. Hochverschuldete Hedgefonds, die bislang stark erscheinen, könnten ins Trudeln geraten und weitere Banken unter Druck bringen. "Die Subprime-Krise könnte erste der erste Akt einer langen und komplexen Tragödie sein."

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