Studie
Warum sich Hollywood-Stars nicht in jeden verlieben

Ein Ökonom aus Dänemark hat die Ehen von Hollywood-Stars untersucht und dabei viel über das Geheimnis glücklicher Beziehungen gelernt - und über die Grenzen der Wirtschaftspolitik.
  • 1

KölnGustaf Bruze ist kein Klatschreporter. Der Mann ist Volkswirt, und was Hollywoodstars in ihrer Freizeit treiben, ist ihm eigentlich ziemlich egal. Dennoch wissen nur wenige so viel über das Liebesleben erfolgreicher Schauspieler wie der Ökonom der Aarhus School of Business. Bruze hat die Ehen von 400 US-Schauspielern unter die Lupe genommen.

Seine Arbeit mit dem Titel "Choices of Movie Stars: Does Spouse's Education Matter?", die jüngst im Journal of Human Capital erschienen ist, liefert neue Antworten auf ein altes Rätsel der Sozialwissenschaft: Warum Menschen auffällig häufig einen Partner mit ähnlicher Ausbildung heiraten.

Ökonomisch hat das Phänomen erhebliche Relevanz: Dass gut ausgebildete Menschen, die meist auch viel verdienen, unter sich bleiben, ist einer der Gründe für Einkommensungleichheit. Zwar verdienen Männer generell bis heute mehr als Frauen. Aber dennoch schauen sie bei der Partnerwahl in ähnliche Sphären: Akademiker heiraten Akademikerinnen, Hilfsarbeiter heiraten Hilfsarbeiterinnen. Gerade in reichen Haushalten sind die Einkommen der Frauen in den vergangenen Jahren überproportional stark gestiegen, stellte jüngst eine OECD-Studie fest. Forscher nennen dieses Phänomen "assortative mating".

Vor 20 Jahren galt in den Industrieländern für 33 Prozent aller Doppelverdiener-Ehen, dass beide Partner in der gleichen Einkommensklasse lagen - heute ist dies bei 40 Prozent der Fall. "Dieser Trend hat die Einkommensungleichheit zwischen Haushalten verstärkt", lautet das Fazit der OECD.

Seite 1:

Warum sich Hollywood-Stars nicht in jeden verlieben

Seite 2:

Bildungsniveau im Blick

Kommentare zu " Studie: Warum sich Hollywood-Stars nicht in jeden verlieben"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Eine sicherlich spannende Arbeit, die hier gerne nur ein wenig tiefergehender hätte behandelt werden können (oder es wurde zu viel gekürzt). Gerade das Fazit hätte etwas detaillierter ausgearbeitet werden sollen, damit der Zusammenhang klar wird (ohne dass man die ganze Arbeit lesen muß). So ähnelt der Artikel mehr einem Teaser oder einer kreischenden Bild-Headline "Sozialpolitik nutzlos"

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%