Studie zu Entwicklungshilfe und Wirtschaftswachstum
Wohin ist das ganze Geld verschwunden?

Um drei Milliarden Euro wird Deutschland in den nächsten vier Jahren seine Entwicklungshilfe aufstocken, hatte Angela Merkel vor dem G8-Gipfel in Heiligendamm versprochen. Aber was bringt das für die Empfängerländer? Drei US-Ökonomen kommen in einer neuen Studie zu einem überaus ernüchterndem Fazit.
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Kenia hat eine berühmte Straße. Sie führt von der Touristenmetropole Mombasa an der Küste zur nicht ganz 500 Kilometer entfernten Hauptstadt Nairobi. Berühmt ist die Straße dafür, dass sie nie fertig wird. Obwohl sie eine Lebensader des Landes ist, ist sie nur teilweise asphaltiert. Auf weiten Strecken besteht sie vor allem aus Schlaglöchern. Wilfred Kigen, das kenianische Marathonwunder, würde auf manchen Streckenabschnitten die Lastwagen hinter sich lasen, die sich über diese Route quälen.

Das ist eigentlich erstaunlich, gehörte doch Kenia lange Zeit zu den größten Empfängern von Entwicklungshilfe weltweit. In den neunziger Jahren machte die Entwicklungshilfe annähernd zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Offenbar hat das nicht gereicht, die wichtigste Verkehrsader des Landes durchgängig zumindest auf das Niveau einer deutschen Kreisstraße zu bringen.

„Wohin ist all das Geld verschwunden?“ fragen drei in den USA forschende Ökonomen in einem jüngst veröffentlichten Arbeitspapier. Der indischstämmige Santanu Chatterjee von der University of Georgia, Paola Giuliano, die für den Internationalen Währungsfonds arbeitet und an der Harvard University forscht, sowie Ilker Kaya von der University of Georgia meinen damit nicht nur das Geld, das nach Kenia floss, sondern Entwicklungshilfe im Allgemeinen.

Die Frage ist inspiriert vom Befund einer Vielzahl von Studien, dass die Höhe der Entwicklungshilfe keinen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum der Empfängerländer zu haben scheint. Eigentlich sollte Entwicklungshilfe das Wachstum fördern, zumindest wollen es die Geber offensichtlich so, ist doch für einen Großteil der Hilfen Bedingung, dass sie für wachstumsfördernde Investitionen verwendet werden – wie etwa die Straße von Mombasa nach Nairobi.

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  • Mich wundern die Ergebnisse dieser Untersuchung nicht. Nur eine effektive Kontrolle würde Entwicklunkshilfezahlungen sinnvoll machen. Am beste Hilfe ist immer noch Hilfe zur Selbsthilfe und diese Art von Hilfe ist nicht durch einfache Zahlungen von Geld zu realisieren.

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