"Ökonomisch misslungene Wiedervereinigung"
Ifo: Erholung der Konjunktur in 2004

Das Institut für Wirtschaftsforschung Ifo rechnet mit einer Verbesserung der Konjunktur im zweiten Halbjahr 2003 und einer Erholung im kommenden Jahr.

HB/dpa MÜNCHEN. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Münchner Instituts hervor. Trotz verbesserter konjunktureller Rahmenbedingungen werde sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verschlechtern: Der erwartete Jahresdurchschnitt von 4,45 Millionen Arbeitslosen in 2003 werde auf 4,6 Millionen in 2004 steigen, errechnet Ifo.

Problematisch für die deutsche Wirtschaft seien nicht nur „eine beispiellose Abfolge von exogenen Schocks“ wie die Kursverluste an den Weltbörsen oder der Terroranschlag vom 11. September 2001 in den USA gewesen. Der Bundesrepublik mache immer noch die „ökonomisch misslungene Wiedervereinigung“ zu schaffen. Jahr für Jahr fließen umfangreiche öffentliche Nettofinanztransfers von West- nach Ostdeutschland und reduzieren den Spielraum für Steuer- und Abgabensenkungen, wie Ifo in der Konjunkturprognose feststellt.

Das gesamtstaatliche Budgetdefizit prognostiziert das Institut für das laufende Jahr auf rund 80 Milliarden Euro und damit auf 3,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Für das kommende Jahr belaufe sich das Minus auf 70 Milliarden Euro und damit auf 3,2 Prozent des BIP. Damit werde Deutschland in beiden Jahren das Defizitkriterium des Stabilitäts- und Wachstumspakts verfehlen.

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