Öl viel günstiger
Lebenshaltung verbilligt

Nach endgültigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes vom Donnerstag haben die Verbraucher 0,1 % weniger für ihre Lebenshaltung ausgeben müssen als im August. Die Jahresteuerungsrate verharrte bei 1,1 %. Damit bestätigte das Amt seine vorläufigen Berechnungen von Ende September.

HB BERLIN. Für Lebensmittel mussten die Bürger insgesamt tiefer in die Tasche greifen, sie kosteten gut ein Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Folgen der Hitze machten sich besonders beim Gemüse bemerkbar, das sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vormonat sieben Prozent teurer war. Tomaten kosteten sogar rund ein Drittel mehr als im August, Paprika gut ein Viertel.

Die Preise für Kraftstoffe sanken von August auf September um 1,5 %, Heizöl war 1,3 % billiger. Diese Preisveränderungen beeinflussten die Inflationsrate jedoch nicht, da die Lebenshaltung auch ohne Berücksichtigung der stark schwankenden Ölpreise um 0,1 % günstiger geworden wäre. Allerdings wäre die Jahresinflation ohne diese Produkte leicht auf 1,2 % gestiegen, denn Heizöl war im September gut sieben Prozent billiger als vor einem Jahr. Das Tanken war jedoch etwas teurer als im September 2002.

Auch wenn einige Lebensmittel in den kommenden Monaten wegen der Ernteausfälle durch die Sommerhitze weiterhin ungewöhnlich teuer sein dürften, sollte die deutsche Inflation nach Einschätzung von Volkswirten weiterhin moderat bleiben. Besonders die lahme Konjunktur wird voraussichtlich die Inflation weiterhin dämpfen und zunächst bei rund ein Prozent halten.

Da die Preise jedoch in vielen anderen Ländern der Euro-Zone deutlich schneller steigen als hier zu Lande, rechnen die meisten Experten nicht mehr mit einer weiteren Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die großen Unbekannten bei der Prognose der Inflation sind allerdings die Entwicklung des Euro-Kurses und die Ölpreise. Die Jahresinflation in der gesamten Euro-Zone blieb im September nach vorläufigen Angaben des Europäischen Statistikamtes bei 2,1 % und damit leicht über der EZB-Obergrenze für Preisstabilität von zwei Prozent.

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