Ölpreis bleibt Risikofaktor
Trichet: Konjunkturerholung verstärkt sich

Nach Ansicht von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird die Konjunkturerholung in der Euro-Zone anhalten und sich im kommenden Jahr verstärken.

HB BRÜSSEL. „Die jüngsten Daten bestätigen den Ausblick, den ich ihnen im April gegeben habe: Die Erholung hat ihr Tempo beibehalten, und die Bedingungen für ein Anhalten sind gegeben“, sagte Trichet am Mittwoch bei einer Anhörung im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Die weltweite Nachfrage sei robust, auch wenn es zu Schwankungen komme. Der hohe Ölpreis könne zu einem Risiko für das Wachstum werden, wenn er noch stärker als an den Finanzmärkten erwartet steigen sollte. „Die Risiken sind ausgeglichen.“ Der Leitzins in der Euro-Zone liegt schon seit 15 Monaten auf einem historischen Tiefstand von 2,00 %. Die Europäische Zentralbank (EZB) beobachtet den Preisanstieg derzeit mit wachsender Besorgnis, hat aber noch kein klares Signal für eine bevorstehende Zinserhöhung gegeben. Die Inflationsrate wird nach Einschätzung der EZB wegen der gestiegenen Ölpreise noch länger etwas über zwei Prozent verharren, soll im kommenden Jahr aber unter diese Schwelle sinken und damit die EZB-Definition von Preisstabilität erfüllen. Die meisten Volkswirte rechnen daher erst 2005 mit einer Zinserhöhung, wenn die Konjunktur auf Erholungskurs bleiben und die Gefahr zu hoher Inflationsraten zunehmen sollte.

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