Ölpreis dürfte Belastungsfaktor sein
Ifo: Erste Anzeichen für mehr Investitionen in Deutschland

Die deutschen Exporteure erwarten dem Ifo zufolge auch weiter gute Geschäfte.

HB BERLIN. „Die Exporterwartungen haben gerade wieder einen Jahreshöchststand erreicht“, sagte Ifo-Volkswirt Gernot Nerb am Dienstag dem Sender Bloomberg TV. Die Firmen gingen davon aus, dass der Export in den nächsten Monaten sehr gut weiter läuft. Selbst wenn sich die Weltwirtschaft etwas beruhigen sollte, wäre das „kein Beinbruch“. „Das steht nicht im Gegensatz zu einer Erholung in Europa.“ Das Ifo erwarte, dass sich die konjunkturelle Aufwärtsbewegung in Deutschland in den kommenden Monaten festigt. Im Juli war der Ifo-Geschäftsklima-Index auf 95,6 von 94,6 Zählern gestiegen.

Nach Ansicht Nerbs gibt es neben dem starken Export derzeit auch erste Anzeichen für ein Anziehen der Investitionstätigkeit in Deutschland. Als Handicap für die Konjunktur bezeichnete Nerb den hohen Ölpreis. „Wir gehen aber davon aus, dass sich das jetzige Niveau nicht so halten wird.“ Die Europäische Zentralbank (EZB) solle die Zinsen noch eine Zeit auf dem derzeitig niedrigen Niveau von zwei Prozent halten.

Die Vorstöße zu längeren Arbeitszeiten ohne Lohnausgleich in Deutschland könnten nach Worten Nerbs bereits jetzt die Stimmung der Unternehmen positiv beeinflusst haben und dürften weiter wirken. „Das wird sicher nicht spurlos an den neuen Befragungen in den kommenden Monaten vorbeigehen“, sagte der Ifo-Volkswirt dem Sender. Die Wende am Arbeitsmarkt wird Nerb zufolge aber noch bis zum Jahresende auf sich warten lassen. „Wir sehen, dass bei den Beschäftigungserwartungen zumindest der negative Trend sich abschwächt. Wir können aber noch nicht erkennen, dass tatsächlich mehr eingestellt wird“, sagte Nerb.

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