Österreichs Finanzminster Grasser sieht keine Abhängigkeit vom Öl
Unterschiedliche Reaktionen zu hohem Ölpreis

Außenhandelsverbands-Präsident Anton Börner rechnet wegen des Ölpreisanstiegs nicht im laufenden, aber im kommenden Jahr mit negativen Folgen für die Weltwirtschaft und die deutsche Wirtschaft.

HB BERLIN. "Dieses Jahr ist mehr oder weniger gelaufen", sagte Börner. Grund sei, dass die Handelnden sich durchweg vertraglich Öllieferungen zu noch niedrigen Preisen gesichert hätten. Im nächsten Jahr, wenn diese Verträge ausgelaufen seien, werde sich die Negativwirkung aber entfalten. „Wir werden mit einer Kostenexplosion und Inflationsdruck rechnen müssen“, sagte er, und zwar im gesamten Energiebereich. Der Preis für ein Barrel leichtes US-Öl zur war am Montag in New York auf 50 Dollar geklettert.

Den Anstieg würden auch die Verbraucher zu spüren bekommen. Für die deutsche Exportwirtschaft heiße das: „Dieses Jahr werden wir nicht wiederholen können“. Für 2004 rechnete Börner bislang mit 9,5 bis elf Prozent Exportwachstum. Beim Ölpreis sieht der Außenhandelspräsident zwar in nächster Zeit eine „Korrektur nach unten“. Er werde aber Ende des Jahres „hoch, über 40 Dollar“ bleiben.

Österreichs Finanzminister Karl-Heinz Grasser hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der hohe Ölpreis keine Behinderung für den weltweiten Wirtschaftsaufschwung darstellt. „Wenn man sieht, wie stark die Abhängigkeit Europas und der Weltwirtschaft vom Öl in den vergangenen 30 Jahren nachgelassen hat, so gibt es hier keinen Anlass zur Sorge“, sagte Grasser in Berlin. „Der weltweite Aufschwung wird von diesem Ölpreis nicht behindert.“

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