Offenmarktgeschäfte
EZB strebt nach Transparenz bei Sicherheiten

Die Europäische Zentralbank will die Transparenz bei Wertpapieren erhöhen, die sie bei ihren Offenmarktgeschäften als Sicherheiten akzeptiert. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die Investoren die Risiken nicht korrekt eingeschätzt und sich zu sehr am Urteil der Ratingagenturen orientiert hätten.
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FRANKFURT. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt mehr Transparenz bei Wertpapieren an, die sie bei ihren Offenmarktgeschäften als Sicherheiten akzeptiert. Um eine angemessene Risikobewertung forderungsbesicherter Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS) zu ermöglichen, befragt sie jetzt die Marktteilnehmer. Das Konsultationsverfahren läuft bis zum 26. Februar 2010.

Das Eurosystem sei der Ansicht, dass die Verbriefungsmärkte ihre Offenlegungsstandards erhöhen müssten, schreibt die EZB. Die Finanzkrise habe gezeigt, dass die Investoren die Risiken der den ABS zugrunde liegenden Aktiva nicht korrekt eingeschätzt hätten und sich zu sehr am Urteil Dritter, also der Ratingagenturen, orientiert hätten. Dieses habe nicht immer auf ausreichend detaillierten Informationen basiert.

Transparentere und zeitnähere Daten über die zugrunde liegenden Kredite und ihre Qualität in standardisierte Form wären nach Ansicht der EZB eine Hilfe für Ratingagenturen und Investoren. Abhängig davon, für welche Infrastruktur man sich letztlich entscheide, könnte das neue Informationssystem im Frühjahr 2011 umgesetzt werden. Über die Initiative tauscht sich die EZB mit der Bank of England aus.

Marietta Kurm-Engels
Marietta Kurm-Engels
Handelsblatt / Redakteurin

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