Oktober-Daten
Erzeugerpreise steigen etwas stärker als erwartet

Die deutschen Erzeugerpreise sind im Oktober im Vergleich zum Vorjahr trotz eines dämpfenden Effekts seitens der Energiepreise stärker als erwartet gestiegen.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Preise auf Erzeugerebene um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat und lagen um 1,7 Prozent über dem Vorjahresmonat. Ökonomen hatten ein auf Monatssicht um 0,3 Prozent erhöhtes Preisniveau prognostiziert, im Vorjahresvergleich war ein Plus von 1,6 Prozent erwartet worden.

Den weiteren Angaben zufolge wirkte sich die Entwicklung der Preise im Energiebereich mit einem Minus von 0,2 Prozent binnen Jahresfrist dämpfend auf den Preisanstieg insgesamt aus. Jedoch weisen die einzelnen Energiearten eine sehr unterschiedliche Entwicklung auf: So lagen die Erdgaspreise noch immer um 8,2 Prozent unter dem sehr hohen Stand vom Oktober 2006, zogen aber gegenüber dem Vormonat um 1,3 Prozent an. Bei den übrigen Energiearten waren dagegen fast durchweg höhere Preise als im Oktober 2006 zu beobachten. Strom war um 3,5 Prozent teurer, gegenüber dem Vormonat stieg der Preis um 1,3 Prozent. Die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen gegenüber Oktober 2006 um 8,7 Prozent, gaben aber im Vergleich zum Vormonat um 0,2% nach.

Für Vorleistungsgüter lag die Jahresteuerungsrate bei weiterhin überdurchschnittlichen 3,0 Prozent. Im Nahrungsmittelbereich wurden Futtermittel für Nutztiere gegenüber dem Vorjahresmonat um 45,5 Prozent teurer (plus 9,2 Prozent gegenüber dem Vormonat). Die Preise für Metalle und Halbzeug daraus lagen um 3,0 Prozent höher als im Oktober 2006. Nichtmetallische Sekundärrohstoffe verteuerten sich im Jahresvergleich um 25,7 Prozent, Spanplatten um 10,7 Prozent. Die Preise für Papier, Pappe und Waren daraus stiegen um 4,1 Prozent.

Für Verbrauchsgüter erhöhte sich die Jahresteuerungsrate im Oktober auf 3,3 Prozent (plus 0,7 Prozent gegenüber September 2007). Den größten Anteil daran hatten weiterhin Milch und Milcherzeugnisse (plus 24,1 Prozent), die gegenüber dem Vormonat nochmals um 6,1 Prozent teurer wurden.

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