Oktober-Daten
Importpreise steigen stärker als erwartet

Die Importpreise in Deutschland sind im Oktober des laufenden Jahres auf Jahressicht kräftiger gestiegen als erwartet. Besonders Lebensmitteleinfuhren wurden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich teurer.

HB WIESBADEN. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, stieg der Index der Einfuhrpreise im Vergleich zu Oktober 2006 um 2,3 Prozent. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten einen Anstieg um 2,0 Prozent prognostiziert, nachdem die Jahresveränderungsrate im September und August plus 1,3 Prozent bzw. minus 0,6 Prozent betragen hatte.

Grund für die höhere Jahresrate sei ein Basiseffekt, teilte Destatis weiter mit. Der Preisrückgang im Oktober 2006 gegenüber September 2006 um 0,3 Prozent erhöht rechnerisch die aktuelle Vorjahresrate. Im Vormonatsvergleich wurde ein Importpreisanstieg von 0,7 Prozent registriert. Hier war im Vorfeld ein Anstieg um 0,4 Prozent erwartet worden. Im September hatten sich die Importpreise um 0,6 Prozent erhöht.

Besonders hoch war im Oktober 2007 - wie schon in den Vormonaten - die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen (plus 5,4 Prozent). Nicht-Eisen-Metallerze wurden im Vorjahresvergleich um 1,6 Prozent teurer. Dagegen lagen die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug um 1,7 Prozent unter denen des Vorjahres.

Im Nahrungsmittelsektor waren im Oktober auf Jahressicht Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Getreide (plus 52,6 Prozent), Milch und Milcherzeugnissen (plus 24,8 Prozent), Rohkaffee (plus 8,4 Prozent) und Rohkakao (plus 4,4 Prozent) zu beobachten. Billiger als vor einem Jahr waren unter anderem auch Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (minus 31,7 Prozent) sowie elektronische Bauelemente (minus 22,0 Prozent).

Bei den Energieträgern war gegenüber dem Vorjahr ein Preisanstieg von 15,1 Prozent zu verzeichnen. Die Höhe der Jahresteuerungsrate ist der Statistikbehörde zufolge zum Teil einem Basiseffekt geschuldet: Im Oktober 2006 waren die Energiepreise gegenüber September 2006 um 3,9 Prozent zurückgegangen, was rechnerisch zu einer Erhöhung der aktuellen Vorjahresrate führt. Rohöl wurde im Vorjahresvergleich um 24,4 Prozent teurer, die Preise für Mineralölerzeugnisse stiegen um 22,3 Prozent. Steinkohle trug mit einem Plus von 11,8 Prozent ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Nur die Preissenkungen bei Erdgas (minus 8,2 Prozent) wirkten sich abschwächend auf die Teuerung aus. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im Oktober 2007 um 0,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr.

Auf Monatssicht verteuerte sich besonders Energie (plus 3,8 Prozent nach plus 3,7 Prozent im September). Während sich die Preissteigerungen im Vormonatsvergleich für Mineralölerzeugnisse (plus 3,5 Prozent nach plus 4,7 Prozent im September 2007) und Rohöl (plus 2,8 Prozent nach plus 6,2 Prozent im September 2007) abschwächten, setzte sich bei Steinkohle der Preisanstieg verstärkt fort (plus 5,8 Prozent nach plus 4,7 Prozent im September und plus 3,4 Prozent im August 2007).

Der Index der Ausfuhrpreise lag im Oktober um 1,3 Prozent über dem Vorjahresniveau nach Plus 1,6 Prozent im September. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Anstieg um 0,1 Prozent registriert. Im September waren die Exportpreise auf Monatssicht stabil geblieben.

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