Politik der amerianischen Notenbank
Bernanke sagt US-Wirtschaft weitere Hilfe zu

Die US-Notenbank wird nach den Worten ihres Chefs Ben Bernanke auch in Zukunft alles nötige tun, um der schwächelnden Wirtschaft in den Vereinigten Staaten unter die Arme zu greifen.

HB WASHINGTON. Die US-Notenbank wird nach den Worten ihres Chefs Ben Bernanke auch in Zukunft alles nötige tun, um der schwächelnden Wirtschaft in den Vereinigten Staaten unter die Arme zu greifen. „Die Fed wird alle Informationen bezüglich ihrer Auswirkungen auf den Wirtschaftsausblick abwägen und falls nötig zeitnah handeln und eine adäquate Versicherung gegen Abwärtsrisiken zur Verfügung stellen“, sagte Bernanke am Mittwoch bei einer Anhörung vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses in Washington.

Es gebe weiterhin bedeutende Risiken für die Konjunktur in der weltgrößten Volkswirtschaft, sagte Bernanke. Auch die Finanzmärkte stünden wegen der Immobilien- und Kreditkrise weiterhin unter Druck. Allerdings seien die Maßnahmen der Fed hilfreich gewesen.

In den USA wird die aktuelle Krise als die größte Herausforderung in der bisher zweijährigen Amtszeit des Fed-Chefs gesehen.

Die US-Notenbank hatte im Januar den Leitzins für die USA aggressiv auf mittlerweile drei Prozent gesenkt. Experten rechnen Mitte März, bei der nächsten Sitzung des Offenmarktausschusses der Notenbank, mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik, um eine Rezession zu vermeiden. Gemeinsam mit anderen Zentralbanken hatte die Fed zudem über den Jahreswechsel mit großzügigen Liquiditätsspritzen ein Austrocknen der angeschlagenen Geldmärkte verhindert.

Bernanke betonte vor dem Ausschuss aber auch, dass die Fed die Inflation nicht aus den Augen verlieren dürfe. Obwohl die Notenbank davon ausgehe, dass sich der Preisdruck bei Energie und Rohstoffen wieder abschwächen werde, gebe es Risiken für diese Annahme. Sollte die Öffentlichkeit beginnen am Willen der Fed zu zweifeln gegen die Inflation etwas zu unternehmen, wäre dies laut Bernanke eine Hürde für die Fähigkeit der Notenbank das Wachstum zu unterstützen. Die Flexibilität kurzfristig auf eine Wachstumsschwäche zu reagieren ginge dann verloren.

Am Devisenmarkt verlor der Dollar nach den Äußerungen Bernankes weiter an Boden. Der Euro, der in der Nacht erstmals die Marke von 1,50 Dollar geknackt hatte, sprang für einen kurzen Moment über 1,51 Dollar. „Die Worte Bernankes deuten darauf hin, dass die kurzfristigen Zinsen weiter sinken werden. Er ist mehr besorgt über das Wirtschaftswachstum als über die Inflation“, sagte Jim Cusser von der Vermögensverwaltung Waddel & Reed.

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