Konjunktur
Positive Konjunkturdaten aus den USA

Die Lagerbestände von Industrie und Handel in den USA sind im Mai schwächer gestiegen als von Analysten erwartet und die US-Erzeugerpreise trotz eines starken Anstiegs der Energiekosten im Juni überraschend unverändert geblieben. Zudem fielen neue Daten zum Verbrauchervertrauen besser aus als prognostiziert.

HB WASHINGTON. Nach den am Freitag vom Handelsministerium vorgelegten Daten stieg der Wert der Lagerbestände um 0,1 Prozent auf rund 1,2996 Billionen Dollar. Im Vormonat waren sie um revidiert 0,2 Prozent gestiegen.

Ein starker Lageraufbau wird von vielen Volkswirten als Signal für steigende Absatzerwartungen gewertet. Zudem trägt eine Aufstockung der Lager positiv zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, da die BIP-Daten die gesamte Produktion eines Quartals berücksichtigen und nicht nur die Verkäufe. Allerdings können zunehmende Vorräte auch auf eine schwache Nachfrage und damit gesunkene Umsätze hindeuten.

Zwar seien die Energiepreise um zwei Prozent gestiegen, teilte das US-Arbeitsministerium am Freitag mit. Lebensmittelpreise seien jedoch um 1,1 Prozent gesunken und auch Fahrzeugpreise seien deutlich zurückgegangen. Volkswirte hatten einen Anstieg um 0,4 Prozent erwartet. Die so genannte Kernrate - ohne Berücksichtigung der schwankungsanfälligen Kosten für Energie und Lebensmittel - sank um 0,1 Prozent, der erste Rückgang seit vier Monaten. Hier hatten Analysten einen Anstieg um diesen Betrag erwartet.

Ebenfalls positiv überraschten den Markt die jüngsten Daten für Juli zum Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes Der entsprechende Index der Universität Michigan stieg auf 96,5 Punkte von 96,0 Zählern im Juni, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 95,0 Punkte gerechnet. Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der US-Verbraucher im Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der Wirtschaftsleistung der USA aus.

Der Index der Erwartungen der Verbraucher stieg auf 86,6 von 85,0 Punkten im Vormonat, hieß es weiter. Der Index der gegenwärtigen Lage sank auf 112,0 von 113,2 Zählern.

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