Preisauftrieb insgesamt auf moderatem Niveau
Höhere Tabaksteuer treibt Inflation

Die Erhöhung der Tabaksteuer hat die Lebenshaltung in Deutschland im März verteuert. Die Verbraucherpreise lagen nach endgültiger Berechnung im Schnitt 0,3 Prozent über dem Niveau vom Februar und 1,1 Prozent über dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte.

HB WIESBADEN. Ende März hatte das Amt die monatliche Preiserhöhung noch auf 0,4 Prozent und die Jahresrate ebenfalls auf 1,1 Prozent geschätzt. Im Februar hatte die Jahresteuerung bei 0,9 Prozent gelegen.

Die Tabaksteuererhöhung zum 1. März habe wesentlichen Anteil an der Zunahme gehabt, hieß es. Zigaretten, Zigarren und Tabak verteuerten sich binnen Jahresfrist um 12,2 %. Auch die Gesundheitsreform war laut Statistik für den Preisauftrieb verantwortlich. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise für Gesundheitspflege um 16,7 %.

Gemildert wurde der Preisanstieg durch den rückläufigen Trend bei Mineralölprodukten. Leichtes Heizöl war 18,5 % billiger als im Vorjahr, Kraftstoffe lagen 4,4 % unter dem Vorjahresniveau. Auch die rückläufige Preisentwicklung bei Pauschalreisen (minus 3 %) und Ferienwohnungen (minus 10 %) bremste den Preisauftrieb.

Die Statistiker bestätigten mit diesen Zahlen ihre Schätzung von Ende März. Von Februar auf März legten die Preise für die Lebenshaltung der Haushalte um 0,3 % zu. Zunächst hatte das Bundesamt ein Plus von 0,4 % vorausgesagt.

Insgesamt bleibt der Preisauftrieb in Deutschland auf einem moderaten Niveau. Gefahren für die Preisstabilität bestehen nach Definition der Europäischen Zentralbank (EZB) erst bei Teuerungsraten über 2 %.

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