Preisdruck im September
Lebenshaltungskosten gehen kaum zurück

Die Kosten für die Lebenshaltung sind im September offenbar kaum zurückgegangen. Zum Vormonat pendelte die Teuerung zwischen minus und plus 0,1 Prozent, wie aus ersten Inflationsdaten von fünf Bundesländern hervorging.

HB BERLIN. Für Strom, Gas und die neu in die Regale gekommene Herbstbekleidung mussten die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen, während sich Heizöl verbilligte. Auch bei Lebensmitteln gab es wie im Spätsommer üblich eine Entspannung an der Preisfront. Pauschalreisen und Ferienwohnungen kosteten nach dem Ende der Sommerferiensaison weniger. Die Jahresteuerung in Bayern, Brandenburg, Hessen, Sachsen und Nordrhein-Westfalen lag zwischen 2,6 und 3,3 Prozent. Im August hatte die Inflationsrate bundesweit 3,1 Prozent betragen.

In Nordrhein-Westfalen verteuerten sich Bekleidung und Schuhe um 4,3 Prozent zum Vormonat, während sich Heizöl um 1,9 Prozent verbilligte. Gas verteuerte sich hingegen um 3,3 Prozent.

In Hessen mussten die Verbraucher 1,6 Prozent höhere Stromkosten tragen und an den Tankstellen 0,1 Prozent mehr für Sprit zahlen als im August. Wegen des Kollektionswechsels in der Herbstsaison zahlten sie beim Kleidungskauf 3,6 Prozent mehr. Käufer elektronischer Geräte konnten hingegen Schnäppchen machen: Sie zahlten in Hessen für Digitalkameras im Schnitt 2,6 Prozent und für Computer 2,1 Prozent weniger.

Im August waren die Verbraucherpreise wegen des kräftig gefallenen Ölpreises um 0,3 Prozent zurückgegangen war. Auch für September hatten Experten mit einem weiteren Nachlassen des Preisdrucks in Deutschland gerechnet. Im Vormonatsvergleich hatten sie einen Rückgang von 0,2 Prozent und eine Jahresteuerung von 2,8 Prozent erwartet. Viele Experten sehen den Teuerungsgipfel nach den starken Preisschüben im Sommer nun überschritten. "Wir werden bis zum Jahresende bei 2,3 Prozent bei der Jahresteuerung liegen. Wir wachsen langsam aus dem Inflationsthema heraus", sagte Ökonom Karsten Junius von der DekaBank.

Das Statistische Bundesamt berechnet die vorläufige Inflation in Deutschland aus Preisdaten von sechs Bundesländern. Die gesamtdeutschen Daten dürften noch im Laufe des Tages veröffentlicht werden.

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