Preisentwicklung
Lebensmittel werden teurer, Inflation sinkt trotzdem

Die geringen Preisanstiege für Energie dämpfen die Inflationsrate im August. Die Preise für Lebensmittel steigen zwar deutlich, trotzdem lag die Inflation insgesamt mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Niveau der Vormonate.
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WiesbadenDeutschlands Verbraucher können trotz nach wie vor relativ hoher Nahrungsmittelpreise aufatmen: Die Inflation ist insgesamt wieder auf dem Rückzug. Im August lag die jährliche Teuerungsrate mit 1,5 Prozent deutlich unter dem Niveau der Vormonate Juli (1,9 Prozent) und Juni (1,8 Prozent). Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden bestätigte am Mittwoch seine erste Schätzung von Ende August. Von Juli auf August 2013 veränderte sich das Preisniveau nicht.

Damit entfernt sich die Inflationsrate wieder von der Warnschwelle der Europäischen Zentralbank (EZB): Die Währungshüter sehen ein stabiles Preisniveau bei Werten von knapp unter 2,0 Prozent gewahrt.

Die Statistiker erklärten die niedrigere Teuerungsrate im August vor allem damit, dass Energie binnen Jahresfrist nur geringfügig teurer wurde: Der geringe Anstieg von 0,5 Prozent zum Vorjahr dämpfte die Gesamtteuerung. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im August bei 1,8 Prozent gelegen.

Wie in den Vormonaten war Strom deutlich teurer als ein Jahr zuvor (plus 11,6 Prozent). Weniger zahlen mussten Verbraucher dagegen für Heizöl (minus 8,1 Prozent) und Kraftstoffe (minus 4,5 Prozent).

Obst und Gemüse waren zwar günstiger als im Juli 2013, aber deutlich teurer als im August 2012. Insgesamt lagen die Nahrungsmittelpreise mit plus 4,9 Prozent weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Die Preise für Butter etwa zogen um 32,8 Prozent an, auch für Obst (plus 7,4 Prozent) und Gemüse (plus 7,0 Prozent) mussten die Verbraucher in Deutschland tiefer in die Tasche greifen.

Etwas Entspannung brachte hier die Monatsentwicklung: Im Vergleich zum Juli 2013 sanken die Nahrungsmittelpreise insgesamt um 0,8 Prozent. Deutlich günstiger wurden - saisonbedingt - Obst (minus 2,6 Prozent) und Gemüse (minus 6,3 Prozent).

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Preisentwicklung: Lebensmittel werden teurer, Inflation sinkt trotzdem"

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  • Taschenspielertrick. Lächerliche Lügen. Was für ein Quatsch. Man würde verzweifeln, zum Glück gibt es jedoch die Kommentare hier. Da sieht man was die Leute über diesen Quatsch denken. Die Zentralbanken wissen das sie mit ihrem Billionen für die Systemrelevanten Banken (bzw. die Boni der Manager) natürlich Inflation erzeugen. je länger man das Volk mit Propaganda befüttert je besser.

  • Es bleiben Lügen! Wer seinen 4-Personenhaushalt registriert, kommt auf eine zweistellige Inflationsrate, nachgewiesen! Keiner sollte den Lügen unterliegen. Die Normalbürger werden verarscht.

  • Die Berechnung der Inflationszahlen wurden eben geändert. Mittlerweile benutzen die meisten Länder eine hedonische Berechnung (googelt doch mal, dann seht ihr den Betrug)!! Die hedonische Berechnung wurde in den USA unter Bill Clinton eingeführt. Viele Wirtschaftswissenschaftler meinen,dass die Inflation unter zu Grunde Legung der alten Berechnungsmethode ca. 2 & höher liegen dürfte. Ich denke, dass kommt dann auch etwa hin !!!
    Hedonische Berechnung ein "grobes" Beispiel. Ein normaler PC hat eine Festplatte von 500 GB und kostet 1000.- Euro. Im nächsten Jahr bekommt man auf Grund der technischen, rasanten Entwicklung 1000 GB für das selbe Geld. Nun sagen die Statistiker - für das selbe Geld hat man dann die doppelte Leistung erhalten. Also fällt in diesem Bereich die berechnete Inflation drastisch, Und so kommen solche Zahlen zu Stande. Das andere Thema ist der soooo fragwürdige Warenkorb. Wie stellt man diesen zusammen mit welcher Gewichtung !! Und jetzt kommt es. Sagen wir mal im Warenkorb ist Rindfleisch enthalten. Nun verteuert sich Rindfleisch auf dem Markt drastisch. Nun kommen unsere Inflationsberechner und sagen. Wenn Rindfleisch sooo teuer geworden ist, dann wird sich der Verbraucher darauf einstellen - gerade ärmere Familien. Sie werden eben weniger Rindfleisch kaufen und dafür mehr billiges Scheineflesich. Also wird Rindfleisch im Warenkorb untergewichtet oder fliegt ganz raus. Toll - oder ?? Oder die Waren an sich. Nimmt man am Anfang teure Nudeln hinein und kauft dann jedes Jahr nur noch Bilignudeln zu einem Dumpingpreis, so sinkt der Preis für Nudeln im Warenkorb auch. Was sind Nudeln, Schuhe !! Wer schaut auf die Qualität. So bekomme ich Herrenschuhe für 29,90.- oder für 150.- Euro.
    Die Zahlen werden schöngerechnet, damit man bei einer ausgewiesenen Inflation von 1,5 % auch nur 1,5 % Lohnrhöhung zahlen muss. Ihr bekommt dann 1,5 % mehr Lohn, die Inflation steigt aber in Wirklichkeit 3,5 %. Deswegen verarmen immer mehr !! NUR LUG und BETRUG

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