Preisstabilität im Fokus
EZB sieht nachhaltige Konjunkturerholung

Preisstabilität steht weiterhin ganz oben auf der Agenda der Europäischen Zentralbank (EZB). Dies bekräftigte EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing am Donnerstag. Die Konsequenzen des hohen Ölpreises sind nach Einschätzung von EZB-Ratsmitgliedern noch nicht abzusehen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist ihrem Chefvolkswirt zufolge aber zuversichtlich, dass die Konjunkturerholung in der Euro-Zone anhält.

HB FRANKFURT. Die Weltwirtschaft zeichne sich im Frühjahr durch ein robustes Wachstum aus. „Der Euroraum wird an dieser positiven Entwicklung teilhaben“, sagte Issing am Donnerstag auf dem Bayerischen Sparkassentag in Passau. Die EZB-Ratsmitglieder Jaime Caruana und Klaus Liebscher bezeichneten den Ölpreis als Risiko für Konjunktur und Preisstabilität. Es sei noch nicht sicher, ob die EZB ihre Inflationsprognose anheben müsse, sagte Spaniens Notenbankpräsident Caruana in Madrid.

Die EZB wird nach Einschätzung der meisten Volkswirte die Leitzinsen wegen der langsamen Konjunkturerholung und guter Aussichten für anhaltende Preisstabilität erst 2005 anheben. Mit einer weiteren Zinssenkung rechnen inzwischen nur noch wenige Experten. Der Schlüsselzins liegt mit 2,00 % seit Juni 2003 auf dem niedrigsten Niveau der Nachkriegszeit. Der EZB-Rat entscheidet am 3. Juni das nächste Mal über die Leitzinsen.

Die im vergangenen Jahr begonnene Konjunkturerholung habe Anfang 2004 angehalten, sagte Issing. „Es gibt gute Gründe, davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt und verstärkt.“ Die starke Weltnachfrage werde die Exporte aus dem Euroraum und Deutschland deutlich ansteigen lassen. Zudem seien die Bedingungen für einen Aufschwung mit historisch niedrigen Zinsen und weitgehend stabilem Preisniveau gegeben. „Die Europäische Zentralbank wird alles tun, um die Preise stabil zu halten“, sagte der EZB-Chefvolkswirt.

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