Preisverfall
Britische Häuserpreise sinken immer schneller

Auf dem in eine schwere Krise geratenen britischen Häusermarkt verfallen die Preise im Rekordtempo. Im August verbilligten sich Immobilien zum Vormonat um fast zwei Prozent. Damit sind die Immobilien jetzt insgesamt zehn Prozent günstiger zu haben als noch vor einem Jahr. Und es könnte noch schlimmer kommen.

HB LONDON. Einen derartigen Preisverfall hat es in dem vormals boomenden Häusermarkt seit Anfang der 90er nicht mehr gegeben, als Großbritannien in einer Rezession steckte. Bevor die Blase am Markt voriges Jahr platzte, hatten sich Immobilienpreise im Lauf von zehn Jahren fast verdreifacht.

Experten sehen den Boden im Abschwung aber noch nicht erreicht: "Wenn der Preisverfall so wie in den vergangenen drei Monaten anhält, werden wir zum Jahresende bei 15 Prozent landen", sagte der Deutsche-Bank-Chefvolkswirt für Großbritannien, George Buckley. Angesichts zunehmender Rezessionsängste haben die Banken die Konditionen für die Kreditvergabe bei Bauvorhaben gestrafft.

Der Abschwung im Immobiliensektor hat mit dazu beigetragen, dass das Wachstum in Großbritannien im Frühjahr zum Stillstand gekommen ist. Experten gehen nun davon aus, dass die Bank von England die Zinsen senken wird, wenn der Teuerungsdruck nachlässt. Die Inflationsrate lag zuletzt doppelt so hoch wie das Stabilitätsziel der Währungshüter von zwei Prozent Teuerung.

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