Preisvorteile in Deutschland
Bei den Nachbarn ist das Leben teurer

Das Preisniveau in Deutschland liegt nur knapp über dem EU-Schnitt. Richtig günstig ist es für Konsumenten in Deutschland, wenn sie nur auf die Preise in Nachbarländern wie Dänemark, Luxemburg oder der Schweiz schauen.
  • 38

WiesbadenVerbraucher in Deutschland bekommen für ihren Euro mehr als die Menschen in den meisten angrenzenden Ländern. Lediglich bei den Nachbarn Polen und Tschechien sind die Lebenshaltungskosten niedriger, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Insgesamt lag das Preisniveau in Deutschland im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent über dem Durchschnitt der 27 Länder der Europäischen Union. Vor allem die Länder in Osteuropa und die Krisenstaaten im Süden wie Portugal und Griechenland ziehen das durchschnittliche Preisniveau nach unten.

Hingegen müssen die Menschen in den direkten Anrainerstaaten im Westen, Norden und Süden für den Kauf eines repräsentativen Warenkorbs deutlich mehr bezahlen als hierzulande. Besonders in der Schweiz müssen Verbraucher tief in die Taschen greifen: Die Lebenshaltungskosten liegen bei den Eidgenossen um satte 58 Prozent über dem EU-Schnitt. Aber auch Österreich, Frankreich, Luxemburg oder Belgien sind für Verbraucher teurer als Deutschland.

In der EU ist das Preisniveau in Dänemark am höchsten: Dort liegen die Lebenshaltungskosten um fast 42 Prozent über dem Durchschnitt. Auch die anderen skandinavischen Länder sind relativ teuer: In Schweden liegen die Preise gut 28 Prozent höher als im EU-Schnitt, in Finnland 24 Prozent.

Das billigste EU-Land ist Bulgarien: Hier müssen die Verbraucher nicht einmal halb so viel bezahlen wie im EU-Schnitt. In Polen liegt das Preisniveau bei 58 Prozent, in Ungarn bei knapp 62 Prozent, in Tschechien bei 74,5 Prozent.

Deutlich näher am EU-Durchschnitt liegen die Preise in den Krisenländern Südeuropas: In Portugal ist der repräsentative Warenkorb 13 Prozent günstiger, in Griechenland sieben Prozent und in Spanien 4,5 Prozent. In Italien ist das Leben nach den Zahlen der Statistiker hingegen teurer als in Deutschland und der EU. Das Preisniveau liegt 4,5 Prozent über dem EU-Durchschnitt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Preisvorteile in Deutschland: Bei den Nachbarn ist das Leben teurer"

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  • @ Rechner


    Zitat : Sehr gut gelesen!

    Trotzdem lautet die Überschrift und die Hauptaussage des Artikels: "Bei den Nachbarn ist das Leben teurer".

    Wenn das dann mit Hinweis auf Italien bestritten wird, dann muß der Einwand schon erlaubt sein daß Italien kein Nachbarland Deutschlands ist.

    Oder nicht?

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    Rechner, Sie sind doch ein Trickser. Bei Ihren Mietvergleichen haben Sie sogar Athen ins Boot geholt...?
    Das ist wohl auch ein etwas weitere Nachbarland Deutschlands.

    Oder nicht?

    Und außerdem war der "Begriff" Nachbarland Deutschlands wohl eher im übertragenen Sinne gemeint, also ist absolut nebensächlich.
    Aber Sie tricksen ja bei Ihren Argumentationen so gerne mit Nebensächlichkeiten....dass man manchmal den Eindruck hat, Sie wären ein absoluter Korinthenkacker !

  • 'Poldi 0824' sagt
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    @Rechner

    Vor allem die Länder in Osteuropa und die Krisenstaaten im Süden wie Portugal und Griechenland ziehen das durchschnittliche Preisniveau nach unten.

    In diesem Artikel geht es nicht nur um unsere Nachbarländer.
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    Sehr gut gelesen!

    Trotzdem lautet die Überschrift und die Hauptaussage des Artikels: "Bei den Nachbarn ist das Leben teurer".

    Wenn das dann mit Hinweis auf Italien bestritten wird, dann muß der Einwand schon erlaubt sein daß Italien kein Nachbarland Deutschlands ist.

    Oder nicht?

    +++

    'Poldi 0824' sagt
    --------------------
    Schönen Abend noch.
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    Danke - Ihnen auch.

  • 'Poldi 0824' meint
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    @Rechner

    Vorletzter Schlußsatz des Artikels von Dr. Ch. Bortenlänger

    Alles in allem klafft die Schere zwischen der statistisch berechneten oder besser „schön gerechneten“ Zahl der „tatsächlichen“ Inflation und der ganz realen Zahl der Teuerung an der Ladenkasse immer mehr auseinander. Diesen Zusammenhang müssen wir uns klar machen.
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    Eine bloße Behauptung beweist schier gar nichts.

    +++

    'Poldi 0824' meint
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    Ein wichtiger Fakt ist bisher bei der verlogenen, statistischen Preisteigerungsrate noch gar nicht beachtet worden.
    Nehmen wir mal den Fisch. Fisch ist gesund und lecker.
    Auf Grund der realen Preissteigerung von Fisch kann ich mir meinen Fisch nicht mehr leisten, da mein Einkommen nur mit der offiziellen, verlogenen Statistik gestiegen ist.
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    Nagut - wenigsten überhaupt 'mal ein Argument.

    Abgesehen davon, daß Hühnchen genauso gesund und lecker ist - mangels Schwermetallbelastung (Seefisch!) sogar gesünder - spiegelt Ihr Beispiel keine tatsächliche Inflation (Aufblähung der Geldmenge) wieder.

    Die Preissteigerungen für Fisch sind lediglich Ausdruck der Knappheit aufgrund von Überfischung und einer zu hohen Anzahl von Menschen.

    Die "Produktion" von Fischen läßt sich eben nicht so ausweiten wie die von Hühnchen, als werden Fische relativ zu Hühnchen teurer.

    Aufgrund der Gewässerverschmutzung ist das frühere arme-Leute-Essen Aal zu einer Delikatesse geworden. Während im Frankreich des 17. Jahrhunderts "ein Huhn in jedem Topf in Frankreich" ein Staatsziel war - wenn auch nur Sonntags - werktags mußte man sich mit Muscheln und Krebsen begnügen.

    Unter Zugrundelegung des Warenkorbs eines französischen Handwerkers des 17.Jahrhunderts wären wir sehr arme Leute mit unseren Einkünften.

    Und dieser Effekt spielt sich ständig ab - auch unterjährig zwischen den tatsächlichen Erhebungen der Warenkörbe und wird durch die hedonistische Methode nachgebildet.

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