Privatkonsum erholt sich
Binnennachfrage wird zum Konjunkturmotor

Der außenwirtschaftliche Funke ist übergesprungen: Der Aufschwung in Deutschland wird zunehmend von der Binnenkonjunktur getragen. Auch von Außenwirtschaft erwartet das Bundeswirtschaftsministerium positive Impulse, allerdings habe sich die Dynamik abgeschwächt.

HB BERLIN. „Die Binnennachfrage wird immer mehr zur treibenden Kraft der wirtschaftlichen Aufwärtsentwicklung“, heißt es im aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums. Insgesamt befinde sich die deutsche Wirtschaft „in einem kräftigen Aufschwung“, der sich fortsetzen werde.

„Aber auch von der Außenwirtschaft werden weiterhin positive Impulse erwartet“, heißt es in dem am Donnerstag vorgelegten Bericht. Die Ausfuhren seien in der längerfristigen Tendenz wieder aufwärts gerichtet. „Dennoch hat sich die Dynamik abgeschwächt, was insbesondere auch auf die seit Februar anhaltende Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar zurückzuführen sein dürfte.“

Beim Privatkonsum, der nach der Umsatzsteuererhöhung im ersten Quartal deutlich zurückgegangen sei, zeichneten sich Erholungstendenzen ab. Zwar hätten sich Lage und Erwartungen des ifo-Geschäftsklimaindex im Einzelhandel zuletzt abgeschwächt. Diese bewegten sich aber immer noch auf einem relativ hohen Niveau. Der reale Einzelhandelsumsatz sei zudem im April zum dritten Mal in Folge gestiegen. Auch der zunehmende Optimismus der Verbraucher dürfte sich aus Sicht des Ministeriums in einer wachsenden Konsumbereitschaft niederschlagen. Hinzu komme eine verbesserte Einkommenssituation der privaten Haushalte durch weitere Lohnsteigerungen.

„Ob es zu einer wirklichen Belebung des privaten Konsums kommt, hängt jedoch wesentlich von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab“, schreibt das Finanzministerium. Die Belebung auf dem Arbeitsmarkt halte aber an. Der Preisauftrieb, der die Kaufkraft der Verbraucher maßgeblich beeinflusst, habe sich auch im Mai nicht beschleunigt.

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