Pro und Contra
Mehr Lohn = Mehr Wachstum?

Die Bundesbank hat eine Lohndebatte losgetreten, nun steigt auch die EZB ein. Sie plädieren für höhere Tarifabschlüsse. Schwächt das Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit? Oder führt es zu mehr Wachstum? Ein Pro und Contra.
  • 21

DüsseldorfEs sind ungewöhnliche Töne von der Bundesbank. Deren Chefvolkswirt Jens Ulbrich hat eine Debatte über höhere Löhne in Deutschland losgetreten. Dem „Spiegel“ sagte er: Die Lohnentwicklung in Deutschland sei „vor dem Hintergrund der guten konjunkturellen Lage, der niedrigen Arbeitslosigkeit und der günstigen Perspektiven durchaus moderat“. Ein Plus von 3,0 bis 3,5 Prozent sei möglich.

In die gleiche Kerbe schlägt nun auch EZB-Chefvolkswirt Peter Praet: Hierzulande seien die Inflationsrate niedrig und der Arbeitsmarkt in guter Verfassung, sagte er dem „Spiegel“. In solchen Staaten seien stärkere Verdienststeigerungen angemessen. Dagegen seien in manchen Krisenländern der Euro-Zone mit hoher Arbeitslosigkeit aktuell eher „niedrige Lohnabschlüsse erforderlich, um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen“.

Die Kritiker höherer Löhne befürchten negative Folgen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen und den Export. Befürworter dagegen sehen darin eine Chance um das lahmende Wachstum anzuschieben und wirtschaftliche Ungleichgewicht auszugleichen.

Sind höhere Löhne nun sinnvoll oder nicht? Ein Pro und Contra von zwei Handelsblatt-Redakteuren.

Kommentare zu " Pro und Contra: Mehr Lohn = Mehr Wachstum? "

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  • Mh zurzeit gibt es 147 verschiedene Währungen.
    (in meiner Datenbank :-)
    Und ja ich finde das könnten schon deutlich weniger
    werden. Es kotzt mich an ständig über Fremdwährungsrisiken
    nachdenken zu müssen. Vorallem wenn man Gefahr läuft die
    funktionale Konzernwährung ständig anpassen zu müssen
    weil sich die Umsätze verschieben.

    In Südamerika will man diese ganzen Pesos vereinen.
    Daher wird dort an der UNASUR gearbeitet.

    Aber eine Einzige wäre zwecks Geldpolitik sicher ein Problem.
    Daher würde ich sagen sehr langfristig wird jeder Kontinent
    eine eigene lokale Währung haben.

    Zum globalen Handel wäre eine neue Währung die allen gehört
    vllt. eine Idee.

    Der IWF hat zB. intern eine eigene Währung.

  • Na dann bilden wir eine Weltwährung und alle Probleme sind gelöst.^^

  • 1€ = 100 Yuan Export OK
    1€ = 200 Yuan Export failed

    Irgendwann wird der Chinese diese vielen Yuan's nicht
    mehr zahlen können wenn sich bei ihm nichts ändert.

    Seit der €-Einführung haben viele Leute in DE weniger
    in der Tasche was sie müssen da sonst die Exporte zu
    teuer wären.

    Wirtschaftskraft unterteilt sich in Real und Finanz.
    Nein nur unlösbare Probleme hat die Eurogemeinschaft nicht.

    DE fehlen Fachkräfte die gibt es in ES,FR und
    sogar dem Balkan also BG und Co. DE tut zu wenig für
    Bildung. (siehe Pisa und Co.) Die braucht der Export für
    neue Innovationen DE gehen langsam die Ingenieure aus.

    zB. Ein Auto das wird teilweise in DE,FR und ES gebaut
    oder auch ein Airbus. DE kann das nicht mehr alleine da
    zuwenig gute Leute.

    Die Länder in Europa haben Schnittmengen und ergänzen sich
    ganz gut. Die €-Einführung war sicher etwas zu hart über den
    Zaun gebrochen.

    Grundsätzlich wurde damit aber der real stärkste und grösste
    Währungsraum des Planeten geschaffen. Das Finanzmonopol hat
    natürlich immer noch der USD inne.

    €-BIP >>> US-BIP

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