Produktion
Euro-Zone: Erzeugerpreise fallen in Rekordtempo

In der Eurozone hat sich der Rückgang der Erzeugerpeise im März beschleunigt. Dank gesunkener Energiekosten gingen die Preise im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent und damit so stark wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1996 zurück.

HB BRÜSSEL. Wie das Europäische Statistikamt Eurostat am Dienstag in Brüssel weiter mitteilte, fiel das Preisniveau zum Vormonat um 0,7 Prozent. Der scharfe Preisverfall im Vergleich zum Vorjahr sei vor allem durch die Verbilligung der Energiekosten um 7,3 Prozent bedingt, erklärten die Statistiker. Experten hatten mit einem etwas schwächeren Rückgang gerechnet.

Zum Vormonat seien die Erzeugerpreise um 0,7 Prozent zurückgegangen, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Im Februar waren die Preise noch um revidiert 0,4 Prozent gesunken. Zunächst war ein Minus von 0,5 Prozent angegeben worden.

"Das massive Schrumpfen des Industriesektors der Euro-Zone in den vergangenen Monaten hat dazu geführt, dass die Marktmacht der Hersteller stark gelitten hat", sagte Ökonom Howard Archer von IHS Global Insight. Die Euro-Zone steckt in der tiefsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, zugleich sind die Inflationsrisiken gering. Dies eröffnet der Europäischen Zentralbank (EZB) für ihre Zinssitzung am Donnerstag Spielraum für eine geldpolitische Lockerung. Experten rechnen mit einer Senkung des Leitzinses um einen Viertelprozentpunkt auf ein Prozent.

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