Produktion weiter eingebrochen Griechenlands Industrie liegt am Boden

Um fast fünf Prozent ist die Industrieproduktion im Januar eingebrochen – so stark wie schon seit Monaten nicht mehr. Besonders einer der wichtigsten Branchen machen die Sparmaßnahmen des Staates zu schaffen.
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Bauarbeiter in Thessaloniki. Quelle: dapd

Bauarbeiter in Thessaloniki.

(Foto: dapd)

AthenDie griechische Wirtschaft lässt auch im sechsten Rezessionsjahr Zeichen einer Erholung vermissen. Die Industrieproduktion brach im Januar mit einem Minus von 4,8 Prozent so stark ein wie seit vier Monaten nicht, wie die nationale Statistikbehörde Elstat am Dienstag mitteilte.

Vor allem in der Fertigungs- und Energiebranche lief es schlecht. Die Industrieproduktion macht rund 15 Prozent der griechischen Wirtschaftsleistung aus. Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt um 6,4 Prozent geschrumpft.

Elstat gab zudem bekannt, dass die Bauaktivität - lange einer der Wachstumsmotoren der 195 Milliarden Euro schweren griechischen Wirtschaft - im vergangenen Jahr um fast 29 Prozent einbrach. Dem Sektor machen neben den Sparmaßnahmen des Staates die auf die Nachfrage drückende Arbeitslosigkeit und geringe Kreditvergabe der Banken zu schaffen.

Der griechische Ministerpräsident Antonis Samaras wollte am Mittwoch mit Inspektoren der internationalen Kreditgeber zusammenkommen. Das zunächst am Dienstag geplante Treffen wurde nach Regierungsangaben verschoben, weil die Troika-Mitglieder zunächst noch Details eines Regierungsprogramms unter die Lupe nehmen wollten.

Die Troika-Vertreter prüfen, ob Griechenland Fortschritte beim Abbau des Staatssektors macht. Dies gilt als Voraussetzung für die Auszahlung weiterer Hilfen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro in diesem Monat.

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27 Kommentare zu "Produktion weiter eingebrochen: Griechenlands Industrie liegt am Boden"

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  • Woran das nur liegt???Weil das sogn. Rettungsgeld zum überwiegenden Teil nur die Vorderungen der Banken bedient die aber nicht mal in Griechenland sitzen sondern bei uns!!!Im Klartext,retten wir mit unseren Bürgschaften der Generationen nach uns,den Steuergeldern jetzt unsere eigenen Anlagen und die Banken kassieren die Zinsen als Gebühren.Sieht aus wie ein Schneeballsystem.Die sind doch aber verboten!!!!
    Ich empfehle jeden sich im Internet den Bericht von Arte "Staatsgeheimniss Bakenrettung"anzusehen.Es ist in meinen Augen unerträglich, was uns hier Tag für Tag in den Mainstreammedien für Ammenmärchen aufgetischt werden über diese tollen Rettungen von Griechenland etc. Die Elite hat nur Glück das der deutsche Michel so träge ist.Henry Ford sagte:Wenn das Volk wüsste wie unser Bankensystem funktioniert,hätten wir morgen früh die Revulootion.Mit den Worten Ackermanns aber aus anderer Sicht,sage ich.Wach auf Deutschland,das kann ich euch sagen!!!!

  • " Griechenlands Industrie liegt am Boden "
    " Eurowahn
    ... Und das Auffälige daran ist, dass alle Einaschätzungen vorher immer positiver waren, als es dann wirklich gekommen ist !! ...
    Der Bürgerw wird fortwährend angelogen von den verlogenen Eurofanatikern !!! "

    Jetzt erhebt sich die "Preis"-Frage im Vergleich zu "Großprojekten": BER, Elbphilharmonie, S 21 ...

    Wer hat da bei wem abgeschaut?


  • Leider wahr!

  • @Rechner: So ist es, je schneller diese Troika-Farce in Athen ein Ende findet besser.

  • Zuerst brennt Athen, dann Brüssel, dann Berlin...!

  • Ich bin vor allem wegen der Jugenarbeitslosigkeit schockiert.Für mich unverständlich das die Lippenbekenntnisse aus Brüssel die Lage nur verschlimmert hat.Warten wir die Wahlen bei uns ab dann werden wir ein Böses erwachen erleben.Für mich ist Klar das Griechenland Portugal und ie anderen Kleinen Länder mit wenig Industrie dauerhaft aus dem Transfer leben .Wir mit unserer sogenannten"Wohlstandsinselage in Europa "(Gern zitiert von den Öffentlich Rechtlichen) ist ein Hohn auf die Schattenhaushalte der Länder und Komunen wie den Beamtenpensionen uns bald um die Ohren fliegen werden.

  • Griechenland braucht doch keine Industrie. Es hängt am Tropf anderer Länder. (Rettungsschirme, Hilfsgelder,endlose Staatsanleihenkäufe durch die EZB).Da der EURO unumkehrbar ist (Draghi) wird das endlos so weitergehen. Wozu denn die Industrie? Es gibt ja immer solidarische Deppen (oder besser gesagt, Leute, die von den Politikern und den Eurokraten für Deppen gehalten warden).

  • Griechenlands Industrie liegt am Boden, die Menschen auch.

    Das ist die Konsequenz arroganter Politik aus Brüssel. Wie soll Griechenland mit den starken Industrieländern mithalten können. Die starke Gemeinschaftswährung mit dem € bricht nicht nur Griechenland das Genick.

    Die Lösung aus dem Schlamassel sieht folgendermaßen aus:

    Sämtliche Schulden von Griechenland werden umgehend –EINGEFROREN-. Um die griechische Wirtschaft wieder ankurbeln zu können wird die Drachme wieder eingeführt. Begleitend dazu ist eine Starthilfe von 100 Milliarden € nötig.

    Nur so gelingt es den Griechen aus der Hölle zu entfliehen. Wenn die Frage Euro –ja- oder –nein- hinterhältig an das Volk gestellt wird, kommt natürlich ein verfälschtes und ungültiges Ergebnis heraus.

    Die Frage ist so zustellen:

    Wollt ihr den Euro weiterhin mit bitterer Armut haben –ODER- wollt ihr die Drachme wieder einführen wodurch Arbeitsplätze entstehen und die zunehmende Armut beseitigt wird.

    Die Arroganz der Politiker in Brüssel ist derartig ausgeprägt, dass das Gehirn kläglich versagen muss. Freies Denken kann nur dort gedeihen wo keine Zwänge vorhanden sind. Die Abgeordneten in Brüssel befinden sich in einer politischen Zwangsjacke und somit unfähig handeln zu können.

  • Es soll niemand meinen das wir ach so tollen Deutsche von allem verschont bleiben werden, wir haben bestenfalls das zweifelhafte Privileg als letztes an die Reihe zu kommen, sehr wahrscheinlich schon in den kommenden 2 Jahren, wir werden es erleben und dann bin ich mal auf die Kommentare gespannt, aber vermutlich sind das dann auch nur wieder die Bösen anderen schuld, das ist ja auch so einfach.

  • Die Troika ist mittlerweile zum völlig unglaubwürdigen Alibigremium geworden. Man weiß immer schon im voraus, dass Griechenland und andere „auf einen guten Weg“ sind.

    Anstatt weiter ins "Nichts" zu pumpen:
    Schuldenschnitt, zurück zur Drachme, dann Hilfsgelder für (arme) Menschen, Anschubfinanzierung für die Wirtschaft und Aufbau einer komplett neuen Verwaltung.

    Immer "weiter so" durch IWF, EZB und EU könnten auch die drei Affen.

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