Prognose der Bundesregierung
Arbeitlosenzahl könnte nahe drei Millionen sinken

Die Bundesregierung hat wie erwartet ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr und für 2008 nach oben angehoben. Auch für den Arbeitsmarkt verbreitet Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) Zuversicht: Von aktuell 4,1 Millionen werde die Arbeitslosenzahl im kommenden Jahr nicht mehr fern der 2 als erster Stelle sein.

HB BERLIN. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen werde 2007 um 750 000 und 2008 um 270 000 Personen auf weniger als 3,5 Millionen sinken, teilte Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung der neuen Konjunkturprognose mit. Dies wäre der tiefste Stand seit zehn Jahren.

Die Regierung rechnet wie die führenden Forschungsinstitute und Banken mit einem anhaltenden Wirtschaftsaufschwung. „Der Aufschwung setzt sich fort, das Wachstum bleibt kräftig, die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich zunehmend“, sagte Glos. Die Perspektiven für die deutsche Wirtschaft seien auch künftig „sehr günstig“. Glos plädierte zugleich für maßvolle Lohnabschlüsse.

Glos hob die Prognose für 2007 von 1,7 auf 2,3 Prozent an. Im nächsten Jahr wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 2,4 Prozent erwartet. Dank der guten Konjunktur komme die Regierung bei der Haushaltssanierung schneller voran als gedacht. „Deshalb bleibe ich dabei, dass nach erfolgreicher Konsolidierung über Steuersenkungen nachgedacht werden muss und nicht über neue Ausgabenprogramme“, sagte Glos.

Die Regierung erwartet laut der Projektion, dass neben anhaltend guten Exportgeschäften auch die Binnenwirtschaft zum Wachstum beiträgt: „Das heißt, die Unternehmen investieren in diesem sowie im kommenden Jahr weiter lebhaft und die privaten Haushalte konsumieren deutlich mehr.“ Die Konsumausgaben der Privathaushalte werden laut der Vorhersage 2007 um 0,8 Prozent zulegen und 2008 um 1,7 Prozent.

Die neue Projektion bildet die Grundlage für die Steuerschätzung vom 8. bis 11. Mai sowie für die anstehende Aufstellung der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen. Bislang hatten sie mit einem Plus von 1,7 Prozent für dieses Jahr gerechnet.

Die fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute hatten in ihrem Frühjahrsgutachten vergangene Woche für dieses und das kommende Jahr ein Wachstum von je 2,4 Prozent vorhergesagt.

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