Prognose des Sachverständigenrats
„Der Aufschwung in Deutschland schwächt sich ab“

Die fünf Wirtschaftsweisen prognostizieren für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus dem Jahresgutachten mit dem Titel „Chancen für einen stabilen Aufschwung“ geht allerdings auch hervor, dass sich der Aufschung im kommenden Jahr abschwächen wird.
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sig/HB BERLIN. Im laufenden Jahr werde das Wachstum 3,7 Prozent erreichen, heißt es in dem Gutachten, das dem Handelsblatt vorliegt. Die Zahl der Arbeitslosen soll demnach um 178 000 auf dann im Schnitt 2,9 Millionen Personen sinken. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland veröffentlicht jeweils im November ein Gutachten mit Wachstumsprognosen für das laufende und das nächste Jahr.

"Der Aufschwung in Deutschland schwächt sich ab. Vor allem der außenwirtschaftliche Impuls wird zurückgehen", schreiben die Gutachter. Als Begründung werden die weltweit auslaufenden staatlichen Stützungmaßnahmen während der Wirtschafts- und Finanzkise angeführt.

Die Wirtschaftsweisen sprechen sich zudem gegen rasche Steuersenkungen aus. „Nach Einsetzen der wirtschaftlichen Erholungsphase müssen zunächst die öffentlichen Haushalte entschlossen konsolidiert werden“, heißt es in dem Bericht. Die Sachverständigen fordern zudem für einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz für alle Güter und plädieren für eine „Neuordnung der Gemeindefinanzen“.

Dem Weisen-Rat gehören die Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger, Wolfgang Wiegard, Wolfgang Franz, Christoph Schmidt und Beatrice Weder di Mauro an.

Das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) forderte unterdessen die Bundesregierung auf, zunächst von der geplanten Budgetkonsolidierung abzurücken und stattdessen das europaweite Wachstum mit Investitionen anzukurbeln. “Sollten finanziell angeschlagene Euro-Staaten rezessionsbedingt in akute Zahlungsschwierigkeiten geraten, geriete die Eurozone erneut in eine schwere Krise“, warnte das Institut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag in Berlin.

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  • Horn fantasiert von kreditausweitung; kennt er die Fakten nicht ? Kein wort von der "Schuldenbremse", die im Grundgesetz steht und die einen sparkurs erzwingt, sofern sie eingehalten wird natürlich. Mit zusätzlichen ausgaben ist da gar nix, eher mit zusätzlichen streichungen oder belastungen. tja, es empfiehlt sich eben, zeitung zu lesen und das gelesene nicht gleich wieder zu vergessen. Außerdem finde ich es liederlich, alle hoffnungen auf zusätzliche schuldenaufnahme zu setzen. Es ist gänzlich absurd, jetzt eine neue schuldenwelle zu fordern, als ob es eine Schuldenkrise nicht gäbe.


  • [8] Charly W.
    iN EiNEM GiE bEL FEN STERCHEN SAßEN ZWEi GESPENS TERCHEN UND SPRACHEN: OHSTER bEN, OHSTER bEN, iST DES MENSCHEN VER DER bEN.

  • bevor der Totkranke stirbt holt er noch einmal tief Luft. So kommt mir das mit dem Aufschwung vor, noch ein letztes Mal Leben zeigen.
    Die Konsequenzen werden nicht ausbleiben, das Ende des Finanzsystems ist unabänderlich. Wohl dem der sich vorbereitet hat, weil er die Zeichen der Zeit erkennt und nicht auf Wunschdenken hereinfällt.

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