Prognose erneut gesenkt
IWF zweifelt an deutschem Wachstum

Krise in den USA und Deutschland kommt mit kleinen Kratzern davon – an dieses Szenario scheint der Internationale Währungsfonds nicht ganz zu glauben. Der IWF blickt einem Zeitungsbericht zufolge deutlich skeptischer auf die deutsche Konjunktur und hat seine Wachstumserwartungen erneut gesenkt. Richtig dramatisch soll es jetzt aber für Amerika aussehen.

HB BERLIN. Im Entwurf für den aktuellen Konjunkturausblick rechnet der IWF für 2008 nur noch mit einem Wachstum von 1,2 Prozent statt der zuletzt erwarteten 1,5 Prozent. Ein entsprechender Bericht der Wochenzeitung „Die Zeit“ wurde in Regierungskreisen bestätigt.

Die Bundesregierung hält vorerst weiter an ihrer Wachstumsprognose von 1,7 Prozent fest. „Es gibt aktuell keine Folgerungen für die eigene Schätzung“, hieß es in Regierungskreisen. Die endgültigen IWF- Zahlen lägen noch nicht vor. Zudem seien die IWF-Prognosen in der Vergangenheit am stärksten von der tatsächlichen Entwicklung abgewichen. Der IWF hatte erst Ende Februar seine Prognose von 1,9 Prozent auf 1,5 Prozent gesenkt. Im Oktober hatte er noch mit einem Zuwachs von 2 Prozent gerechnet, drei Monate davor mit 2,4 Prozent.

Nur noch Mini-Wachstum für die USA

Noch skeptischer ist der IWF mit Blick auf die USA. Für die Vereinigten Staaten werden nur noch ein Wirtschaftswachstum von einem halben Prozent prognostiziert. Die amerikanische Wirtschaft werde nach Einschätzung des IWF in die Rezession rutschen, schreibt die „Zeit“. Mit einem Plus von 0,5 Prozent werde die bisherige Prognose von eineinhalb Prozent dramatisch nach unten korrigiert. Grund dafür seien die Finanzkrise und die Flaute am Immobilienmarkt.

Auch seine Schätzung für die Weltwirtschaft habe der Fonds revidiert. Der Währungsfonds sei wesentlich pessimistischer als die meisten Ökonomen.

Am deutschen Arbeitsmarkt deutet indes wenig auf eine sich eintrübende Konjunktur hin. So ist die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten März-Stand seit 15 Jahren gefallen. Im Vergleich zum Vormonat ging die Zahl der Menschen ohne Job um 110 000 auf 3,507 Millionen zurück. Verglichen mit März 2007 betrug die Abnahme sogar 617 000. Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Punkte auf 8,4 Prozent.

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