Prognosen der Bundesregierung
Exportwachstum und geringe Inflation erwartet

Der Aufschwung der Weltwirtschaft stimmt auch die Bundesregierung wieder etwas optimistischer. Bis 2008 werden weiter wachsende Exporte erwartet. Auch die Zahl der Erwerbstätigen soll in Deutschland wieder zunehmen, die Arbeitslosigkeit aber nicht in gleichem Maße sinken.

HB BERLIN. Die Regierung gehe bis 2008 von einem durchschnittlichen Wachstum der Exporte von rund sechs Prozent pro Jahr aus, teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag im Internet mit. Die Importe würden etwa in gleichem Maße zunehmen. Das gesamtwirtschaftliche Preisniveau (Inflation) werde pro Jahr auch auf Grund moderater Lohnabschlüsse nur um gut ein Prozent steigen.

„Bei der dargestellten wirtschaftlichen Entwicklung wird erwartet, dass die Beschäftigung in den Jahren 2004 bis 2008 deutlich ausgeweitet wird“, hieß es weiter. Die Zahl der Erwerbstätigen werde um 0,5 % jährlich steigen. Da aber besonders Frauen verstärkt auf den Arbeitsmarkt drängten, werde die Zahl der registrierten Arbeitslosen weniger stark abnehmen als die Beschäftigung zulege.

„Die Rahmenbedingungen für eine Fortsetzung der wirtschaftlichen Erholung in Deutschland sind günstig“, schreibt das Ministerium. Der weltweite Erholungsprozess habe an Dynamik gewonnen. Zusammen mit niedrigen Zinsen und den eingeleiteten Reformen am Arbeitsmarkt werde die wirtschaftliche Erholung in Deutschland begünstigt. Die Nachfragebelebung könne im Verlauf diesen Jahres bereits auf die Binnenwirtschaft übergreifen und die Investitionstätigkeit stärken. Das Wirtschaftswachstum werde 2004 und 2005 je zwischen 1,5 und 2 % und in den dann folgenden Jahren um 2 % liegen.

Der private Konsum wird den Annahmen zufolge um 1,5 % pro Jahr zulegen, während der Staatskonsum aufgrund des Sparkurses praktisch stagnieren werde.

Ferner geht die Bundesregierung in der Projektion, die Grundlage für die mittelfristige Haushaltsplanung ist, von einem Rückgang der Ölpreise auf 22 bis 28 $ pro Fass (159 Liter) aus. Am Donnerstag lag der Preis für die Nordsee-Sorte Brent bei gut 35 Dollar. Das Ministerium rechnet ferner bei Wechselkursen und Zinsen mit keinen gravierenden Veränderungen. „Wechselkurs und Zinsgefüge bleiben weitgehend stabil; der Außenwert des Euro dürfte sich nicht weiter erhöhen.“

Als Risiken für die Annahmen werden globale Spannungen wie der Nahost-Konflikt und der Terrorismus genannt. Auch ein wider Erwarten steigender Ölpreis könne die Erwartungen gefährden.

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