Prognosen der Institute
Banken rechnen schon früher mit EZB-Zinserhöhung

Einige Banken haben ihre Prognosen für den Zeitpunkt der ersten Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) auf einen früheren Zeitraum vorgezogen. Demnach könnte es bereits im ersten Quartal 2006 zu einer Zinserhöhung kommen.

HB FRANKFURT. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte zuvor am Donnerstag in Frankfurt erklärt, die EZB könne jederzeit die Zinsen ändern, eine Festlegung auf einen Termin für die geldpolitische Straffung aber vermieden. Bisher hatten die meisten Bankvolkswirte auf das zweite Quartal nächsten Jahres getippt. Einige Analysten hatten bereits angesichts der eindringlichen Inflationswarnungen in den vergangenen Wochen eine frühere Zinserhöhung, womöglich schon im Dezember, nicht mehr ausgeschlossen.

Die Investmentbank JP Morgan war bisher davon ausgegangen, dass der Leitzins von zwei Prozent noch das gesamte nächste Jahr über unverändert bleibt. Nun rechnen die Analysten mit der ersten Erhöhung um 25 Basispunkte im März. Bis Ende des Jahres würden weitere Anhebungen bis zu einem Zinssatz von drei Prozent folgen. Analyst David Mackie begründete dies mit verbesserten Wachstumsaussichten und dem erkennbaren Bedürfnis der EZB, den Inflationsrisiken zu begegnen.

Die Analysten von Global Insight rückten ebenfalls auf März 2006 von Februar 2007. Die NordLB rechnet mit dem selben Termin statt bisher mit September 2006. Auch die HypoVereinsbank schließt eine Zinserhöhung im ersten Quartal nicht mehr aus, bleibt aber bei ihrer Prognose unveränderter Zinsen 2006. Die Konjunkturerholung werde abbrechen, belastet vom hohen Ölpreis und dem Ende des Immobilienbooms in den USA sowie in Frankreich und Spanien, argumentierte HVB-Chefvolkswirt Jörg Krämer.

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