Prognosen für Wachstum gesenkt
Japanische Notenbank lässt Leitzins unverändert

Die japanische Notenbank hat den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent belassen. Angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten im Zuge der US-Hypothekenkrise war die Entscheidung an den Märkten erwartet worden.

HB TOKIO. Sie fiel im Direktorium der Bank von Japan mit acht zu eins Stimmen. Die japanische Notenbank hatte zuletzt ihren Schlüsselzins im Februar um 25 Basispunkte angehoben. Zuvor hatte sie im Juli vergangenen Jahres angesichts einer Konjunkturbelebung ihre jahrelange Nullzinspolitik beendet.

Die Bank of Japan senkte ihre Prognosen für die Entwicklung von Bruttoinlandsprodukt (BIP) und Verbraucherpreisen im laufenden Fiskaljahr leicht, behält aber ihre Neigung zu Zinserhöhungen bei. Sie rechnet nunmehr mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent. In ihrem im April veröffentlichten Bericht hatte sie ein Plus von 2,1 Prozent prognostiziert.

Zudem hält die Bank of Japan offenbar eine anhaltende Stagnation der Kernverbraucherpreise für möglich. Sie senkte ihre Prognose für die Jahreskernteuerung auf 0,0 Prozent bis 0,1 Prozent von zuletzt 0,1 Prozent. Für 2008 wird eine Inflation der Kernverbraucherpreise von 0,4Prozent prognostiziert.

Gleichwohl behalten die Währungshüter aber ihre Neigung zu Zinserhöhungen bei. Wie es in dem Halbjahresbericht heißt, ist weiterhin eine graduelle Anhebung der Leitzinsen bei gleichzeitiger Beobachtung aller Risikofaktoren geplant. Zu diesen Risiken zählt die Bank vor allem die Möglichkeit einer stärkeren Abkühlung des US-Wachstums.

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