Ratssitzung in Frankfurt
EZB hält Leitzins konstant bei 2,75 Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Leitzinsen in der Euro-Zone konstant. Der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld bleibt unverändert bei 2,75 Prozent. Das teilte die EZB am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit.

HB FRANKFURT. Da die Mehrzahl der Beobachter von einer Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus von 2,75% ausgegangen war, richtet sich die Aufmerksamkeit auf den begleitenden Kommentar von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet, der den Euro in beide Richtungen treiben könnte.

Sollte Trichet angesichts der jüngsten sehr guten Daten aus dem Euroraum die Inflationsgefahren hervorheben, könne das eine deutlichere Aufwärtsbewegung des Euro auslösen. Im Juni hatten die Währungshüter zum dritten Mal seit Dezember 2005 die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte angehoben.

Am Nachmittag könnte die Publikation des ISM-Index für das Nicht- Verarbeitende US-Gewerbe noch eine Rolle spielen.

Bereits auf ihrer letzten Sitzung in Madrid hatte die EZB deutlich gemacht, dass sie die Geldpolitik weiter straffen will. Den Zeitpunkt dafür hatte sie aber offen gelassen. Da sich die Konjunktur im Euro- Raum nach neuesten Daten kräftig beschleunigt, geht es um die Frage, ob die Zinsen weiterhin einmal im Quartal um 25 Basispunkte angehoben werden oder ob das Zinsniveau schneller steigen soll.

Einige Ratsmitglieder, darunter Bundesbank-Präsident Axel Weber, hatten zuletzt eine schärfere Gangart befürwortet. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wird auf einer Pressekonferenz am Nachmittag Auskunft geben.

Die nächste Zinserhöhung wird von den meisten Ökonomen Ende August erwartet. Die guten Wirtschaftsdaten und die gestiegene Inflationsrate machten weitere Zinserhöhungen notwendig. Wegen der hohen Ölpreise lag die Teuerung in der Euro-Zone auch im Juni mit 2,5 Prozent deutlich über der entscheidenden Zwei-Prozent-Marke.

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