Reaktion auf BIP-Zahlen
Bundesbank: Mittel- und Osteuropa wichtige Exportmärkte

Der Bundesbank zufolge haben sich die Länder Mittel- und Osteuropas in den vergangenen Jahren zu wichtigen Exportabnehmern entwickelt und damit die deutsche Wirtschaft gestützt.

HB MÜNCHEN. „Die Bedeutung dieser Region für die deutschen Exporte hat in den letzten Jahren stark zugenommen“, sagte der Chefvolkswirt der Deutschen Bundesbank, Hermann Remsperger, seinem Redetext zufolge am Donnerstag auf einer Veranstaltung in München. Im vergangenen Jahr seien bereits 12 % der deutschen Exporte in mittel- und osteuropäische Länder geliefert worden nach nur 5 % 1987. Damit übertraf die Ausfuhr in die europäische Nachbarregion sogar den Anteil von gut 10 %, den die USA als Zielland ausmachen.

Das leichte Wachstum im dritten Quartal sei im Wesentlichen den Exporten zu verdanken, sagte Remsperger. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich gegenüber dem Vorquartal im dritten Vierteljahr um 0,2 %. Deutschland habe zudem vor allem durch ein sehr hohes Wachstum der Ein- und Ausfuhren an dem weiter anhaltenden Trend zur Globalisierung profitiert. Preisbereinigt habe sich der Außenhandel von 1972 bis 2002 vervierfacht. Während viele andere Industrieländer Marktanteil am Welthandel eingebüßt hätten, sei der deutsche Anteil von zehn Prozent verteidigt worden. Dies sei in den vergangenen Jahren dem moderaten Anstieg von Löhnen und Preisen zu verdanken.

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