Reaktionen auf die Nominierung
Experten erwarten von Weber keinen Kurswechsel

Der designierte Bundesbank-Präsident Axel Weber wird nach Einschätzung von Banken-Volkswirten und Wirtschaftsforschern eine stabilitätsorientierte, aber undogmatische Geldpolitik vertreten.

HB BERLIN. Frischen Wind könnte der Kölner Wirtschaftsprofessor und Wirtschaftsweise nach Erwartung von Experten vor allem in die Forschungsarbeit der Bundesbank hineinbringen, eine der verbliebenen Kernaufgaben der Zentralbank.

Weber werde sich wie die bisherigen Amtsinhaber der Geldwertstabilität verschreiben, sagte etwa der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, der „Neuen Osnabrücker Zeitung.“ Der Chefvolkswirt der Deka Bank, Michael Hüther, sagte Reuters am Mittwoch, gleichwohl werde Weber „geldpolitisch eine größere Flexibilität mitbringen, als wir sie in der Bundesbank traditionell vorfinden.“

Die Experten von Banken und Instituten würdigen unisono den parteilosen Weber als international höchst anerkannten Akademiker. So bescheinigt ihm etwa EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing höchste Qualifikationen: „Herr Weber ist auf dem Gebiet der Ökonomie ein auch international renommierter Wissenschaftler“, sagte er am Mittwoch Reuters. „Mit ihm kommt eine große Expertise in das Amt“, sagte Friedrich Heinemann vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW). Zimmermann ergänzte, Weber kenne die europäischen Zentralbanken wie seine Westentasche und verfüge über tiefe Einblicke in die nationalen und internationalen Institutionen sowie entsprechende Kontakte und werde das Gewicht Deutschlands in der Europäischen Zentralbank (EZB) stärken. Der Bundesbankpräsident entscheidet im 18-köpfigen EZB-Rat über die Zinsen in der Euro-Zone mit.

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