Rede vor US-Ausschuss
Bernanke: Ausblick wird immer unsicherer

US-Notenbankchef Ben Bernanke rechtfertigt die Zinssenkung: Sie diene dem Zweck, „negative konjunkturelle Effekte der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten zu verhindern“. Allerdings räumt er in seiner jüngsten Rede auch ein, dass der Konjunkturausblick wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten immer unsicherer werde.

HB WASHINGTON. Vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses betonte der Fed-Präsident am Donnerstag erneut, dass die Zentralbank die Situation genau beobachte. Die Fed werde handeln falls nötig, um Preisstabilität und Wachstum zu fördern.

Die Korrektur an den Finanzmärkten bezeichnete der Notenbanker im Frage-und-Antwort-Teil der Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses am Donnerstag als „ziemlich stark“. Eine gewissen Risikoneubewertung ist seiner Ansicht nach aber „eine gute Sache“.

Bernanke zeigte sich zuversichtlich, dass das weltweite Finanzsystem in einer „relativ starken Position“ sei, um die Turbulenzen zu überstehen. Die jüngste Zinssenkung der US-Notenbank diene dem Zweck, negative konjunkturelle Effekte der gestiegenen Unsicherheit an den Finanzmärkten zu verhindern.

Die Fed hatte am Dienstag den Leitzins deutlich um einen halben Prozentpunkt auf 4,75 Prozent gesenkt, um eine Ausweitung der Krise an den Märkten auf die Gesamtwirtschaft zu verhindern.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) stimmte der Einschätzung Bernankes zu. Die Zinssenkung der Fed sollte dazu beitragen, den volkswirtschaftlichen Schaden durch die Verschärfung von Kreditkonditionen zu begrenzen. „Die Fed und andere Zentralbanken haben zu recht betont, dass sie bereit zum Handeln sind, um die schädlichen Folgen der Turbulenzen abzuwehren“, sagte ein IWF-Sprecher.

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