Reformschritte richtig
OECD-Experte sieht keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt

Obwohl die Arbeitsmarktreformen der Bundesregierung im Grundsatz richtig seien, werden sie nach Ansicht des OECD-Arbeitsmarktexperten Raymond Torres erst mittelfristig zu positiven Impulsen auf dem Arbeitsmarkt führen. Insbesondere für die zwei Millionen Langzeitarbeitslosen wird sich die Situation kaum verbessern.

HB HAMBURG. "Aus anderen Ländern wissen wir, dass man vier bis fünf Jahre warten muss, bevor umfassende Reformen bei der Reduzierung der Langzeitarbeitslosigkeit Wirkung zeigen", sagt Torres der "Zeit". Der Spanier leitet bei der Pariser Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Abteilung Arbeit und Beschäftigung.

Torres ist aber zuversichtlich: "Ich glaube, dass das Vertrauen der Deutschen in ihre Zukunft wieder zunehmen wird - unter der Voraussetzung, dass es bei den Reformen bleibt und die Regierung auf ihrem Wege weitermacht." Durch die Reformen dürften Arbeitslose, die einen Job annehmen, bald einen größeren Teil ihrer staatlichen Unterstützung behalten. Das fördere die Beschäftigung im Niedriglohnsektor. Obwohl die Prognosen für das Wirtschaftswachstum nicht "gerade fantastisch" seien, habe "Deutschland die Wende geschafft. Auf mittlere Sicht werden die Reformen die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verbessern", sagt Torres.

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