Reformstillstand kann die Lage nur verschlimmern
Bankenverband sieht sinkenden deutschen Wohlstand

Im EU-Vergleich fällt der Wohlstand in Deutschland nach einem Bericht des Bankenverbandes immer weiter zurück. Ursache ist die anhaltende Wachstumsschwäche.

HB BERLIN. Beim Pro-Kopf-Einkommen sei Deutschland zwischen 1992 und 2003 innerhalb der Europäischen Union von Rang drei auf Rang elf abgestürzt, erklärte der Verband am Freitag und berief sich dabei auf Zahlen des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat). Diese Entwicklung spiegle die verglichen mit der Gesamt-EU schwächere Wachstumsentwicklung in Deutschland wider.

So sei das reale Bruttoinlandsprodukt in den letzten elf Jahren um zusammen 13,6 Prozent gestiegen, während es in der gesamten EU im gleichen Zeitraum um 23,5 Prozent angestiegen sei. Ohne Deutschland hätte die gesamtwirtschaftliche Leistung der Union sogar um 26,9 Prozent zugenommen. Lediglich in den drei EU-Ländern Spanien, Griechenland und Portugal habe das Pro-Kopf-Einkommen zuletzt signifikant unter dem deutschen Niveau gelegen - Spitzenreiter sei Luxemburg.

„Ein Stillstand bei den unvermeidlichen Reformen wird unzweifelhaft zu einem weiteren Absinken im Wohlstandsranking führen“, schrieb der Bundesverband deutscher Banken (BdB). Auch die Bundesregierung hat ihre Reformen immer wieder damit verteidigt, dass mit ihnen bessere Bedingungen für Wachstum und Beschäftigung geschaffen werden sollen. Nur so lasse sich der Wohlstand in Deutschland bewahren. Die Basiszahlen für das Wohlstandsranking berücksichtigen nach Angaben des Verbandes auch die Kaufkraftunterschiede zwischen den Ländern.

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