Reformstreit dämpfte Kauflaune -Besserung in Sicht
Zuversicht der Verbraucher wächst

Das lange Ringen um einen Reformkompromiss hat der Stimmung der deutschen Verbraucher kurz vor Jahresende einen Dämpfer verpasst. Mit dem erzielten Reformkompromiss ist der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge nun aber der Weg für eine leichte Erholung des Konsumklimas frei.

HB NÜRNBERG. Der auf Basis der monatlichen Konsumenten-Umfrage im Dezember berechnete Konsumklima-Indikator für Januar habe mit einer Stagnation bei 5,5 Punkten seinen jüngsten Aufwärtstrend unterbrochen, teilte die GfK am Dienstag in Nürnberg mit. Die Dezemberbefragung habe den Kompromiss im Vermittlungsverfahren aber noch nicht berücksichtigt, erklärte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Da nun mehr Klarheit über zukünftige Be- und Entlastungen der Bürger herrsche, dürfte sich die Konsumstimmung mit der erwarteten allgemeinen wirtschaftlichen Erholung verbessern. Besonders deutlich zeigten die Einkommenserwartungen die Verunsicherung der im Auftrag der EU-Kommission befragten rund 2000 Bürger. Der Teilindikator sank um 7,3 auf minus 8,2 Punkte. „Da nun die Entscheidungen (zu den Reformen) gefallen sind, ist davon auszugehen, dass sich der Indikator in der Folge wieder stabilisieren kann“, sagte Bürkl.

Auch GfK-Chef Klaus Wübbenhorst hatte unlängst gesagt, das beschlossene teilweise Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform auf Anfang 2004 könne den Konsum stützen. Volkswirte erwarten aber unter dem Strich von der Steuerentlastung allenfalls einen geringen Impuls für den privaten Verbrauch, auf den in Deutschland fast 60 Prozent der Wirtschaftsleistung entfällt. Eine wirkliche Trendwende bei den Konsumausgaben der Deutschen erwartet auch die GfK erst, wenn die Arbeitslosigkeit wieder deutlich zurückgeht.

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