Regierung will Prognose erhöhen
Das kleine Wirtschaftswunder wird groß

Politik und Wirtschaftsexperten werden immer optimistischer. Nach Vizekanzler Müntefering geht nun auch Finanzminister Steinbrück von einem noch stärkeren Wachstum aus als im vergangenen Jahr aus. Der Ausblick sei „sehr gut“.

HB BRÜSSEL. Die deutsche Wirtschaft wird nach Einschätzung von Finanzminister Peer Steinbrück in diesem Jahr voraussichtlich stärker wachsen als von der Bundesregierung erwartet. Steinbrück sagte am Rande einer Konferenz in Brüssel, es sei sehr wachscheinlich, dass die Wachstumsprognose angehoben werden könne.

Die Bundesregierung erwartet derzeit offiziell 1,7 Prozent Wachstum. Steinbrück nannte keine neue Prognose, verwies aber darauf, dass Experten ein Wachstum von knapp zwei Prozent erwarteten.

Der Internationale Währungsfonds ging zuletzt von 1,8 Prozent aus. Arbeitsminister Franz Müntefering hatte am Wochenende gesagt, die Bundesregierung erwarte inzwischen 1,9 Prozent Wachstum. Steinbrück sagte, die nächste offizielle Prognose werde im Mai erstellt. Der Ausblick sei sehr gut.

Auch die deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute strotzen vor Optimismus. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hob seine Wachstumsprognose bereits in der vergangenen Woche an. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr um 2,0 Prozent zunehmen, sagten die Forscher. Ende Dezember waren die Volkswirtschaftler noch von 1,4 Prozent Wachstum ausgegangen. Davor hatte bereits das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) seine Prognose auf 2,3 Prozent erhöht. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) geht gar von 2,8 Prozent aus und die OECD veröffentliche eine eine Prognose von 2,6 Prozent.

Die Gründe für die gute Stimmung: Trotz der Mehrwertsteuererhöhung gab es zu Jahresbeginn nur eine Wachstumsdelle. Der private Konsum zieht an und die Unternehmen investieren mehr in Maschinen und Anlagen. Treibende Kraft bleibt den Experten zufolge allerdings der Außenhandel.

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