Regulierungsfolge
Bundesbank rechnet mit sinkenden Bankgewinnen

Aufgrund der stärkeren Regulierung der Finanzmärkte rechnet die Bundesbank mit schrumpfenden Gewinnen für die Banken. Das sei allerdings der Preis für ein robustes Banksystem, so Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans-Helmut Kotz.
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HB FRANKFURT. "Die erforderlichen Reformen werden tendenziell dazu führen, dass das Bankgeschäft im Durchschnitt weniger rentabel sein dürfte", sagte Bundesbank-Vorstandsmitglied Hans-Helmut Kotz der "Börsen-Zeitung". "Das ist der Preis für ein robustes Finanzsystem, bei dem der Kundennutzen, also die Funktion für die Wirtschaft im Mittelpunkt steht", sagte Kotz, der bei der Notenbank den Bereich Finanzstabilität und Internationales verantwortet.

In den vergangenen beiden Tagen tagten Notenbanker und Vertreter von Regulierungsbehörden aus 30 Staaten im sogenannten Baseler Ausschuss, um die Richtung für die künftige Regulierung abzustecken. Zwar gebe es legitime Interessen der Banken in diesem Prozess, räumte Kotz ein. Es gebe aber auch berechtigte Forderungen derer, die im Falle eines Schadens von systemischer Dimension die Kosten zu tragen hätten. "Das sind die Steuerzahler", betonte der Währungshüter. Eine Lehre aus der Finanzkrise ist Kotz zufolge, dass das Niveau des Eigenkapitals im Finanzsystem im Verhältnis zu den eingegangenen Risiken zu niedrig war.

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