Rekordexporte verbucht
US-Handelsbilanzdefizit gesunken

Im Mai ist das Defizit in der US-Handelsbilanz überraschend zurückgegangen. Die Belebung der Weltwirtschaft und der schwache Dollar haben die Exporte auf neue Rekordhöhen steigen lassen.

HB WASHINGTON. Der Fehlbetrag lag den Angaben des Handelsministeriums von Dienstag zufolge bei rund 46 Mrd. Dollar nach revidiert 48,1 Mrd. Dollar im Vormonat. Die Erwartungen von Analysten betrugen im Mittel 48,3 Mrd. Dollar. Das Handelsbilanzdefizit ist damit erstmals seit sechs Monaten wieder geschrumpft, obwohl zugleich die Erdöl-Preise auf den höchsten Stand seit fast 22 Jahren gestiegen waren und damit die Importe ebenfalls auf Rekordhöhen getrieben hatten. Der verbesserte Außenhandelsbeitrag zum Bruttoinlandsprodukt könnte Analysten dazu veranlassen, ihre US-Wachstumsprognosen für das zweite Quartal anzuheben. Der Dollar zog nach Vorlage der Daten zum Euro etwas an.

Die Exporte stiegen um fast drei Prozent auf den höchsten jemals erreichten Wert von 97,1 Mrd. Dollar. Ausländische Unternehmen kauften vor allem mehr Investitions- und Industriegüter - von Flugzeugen über Maschinen und Computer bis hin zu Bohrausrüstungen. Auch der Export von Autos und Autoteilen zog deutlich an. Die Einfuhren stiegen ebenfalls auf einen Rekordwert von 143,1 Mrd. Dollar, getrieben vor allem vom Rekord-Ölimport in Höhe von 10,5 Mrd. Dollar.

Ungeachtet der Entwicklung im Mai dürfte das Defizit im gesamten Jahr die Rekordmarke von 496,5 Mrd. Dollar aus dem Jahr 2003 noch übertreffen. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres lag das Defizit bei 231 Mrd. Dollar und damit über dem Vorjahreswert von 208,7 Mrd. Dollar.

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